Wie wechselt die Ehe in die Familie des Mannes?
Die Frau wechselt in die Familie des Mannes, die Ehe ist also patrilokal. Sie ist ferner patrilinear: Die Kinder aus einer Ehe werden als Nachkommen des Vaters gerechnet (vgl. die Filiationsangabe bei Personennamen: „x Sohn des y“). Die Ehe ist für die Frau exklusiv, der Mann kann weitere Ehefrauen haben, die Ehe ist also polygyn.
Was ist ein Ehevertrag?
Die Ehe ist zunächst ein privatrechtlicher Vertrag, der einen neuen Status, im Alten Orient speziell für die Frau, zur Folge hat; er kann mündlich oder schriftlich in Vertragsform (Ehevertrag) festgehalten werden.
Welche Formulierungen lauten bei der Eheschließung?
Gemäß den rechtlichen Formulierungen sind bei der Eheschließung Männer die handelnden Subjekte: Der Mann heiratet, die Frau wird geheiratet. Die Formulierungen lauten im Einzelnen (Guenther 2005; Scharbert 1977): ● „zur Frau nehmen (לקח LQḤ)“: „A (Bräutigam) nimmt B (Braut) zur Frau“ bzw.
Was sind die rechtlichen Grundlagen der Ehe?
Die rechtlichen Grundlagen der Ehe beruhen auf Gewohnheitsrecht, den Bräuchen der Sippen sowie kodifiziertem Recht. Im Großen und Ganzen entspricht das alttestamentliche Eherecht den Regelungen, wie sie in den altorientalischen Rechtssammlungen zu finden sind.
Was ist die Ehe im Bewußtsein?
So beobachten wir tiefgreifende Veränderungen. Trotzdem ist die Ehe im Bewußtsein vieler kein „auslaufendes Modell“. Sie ist als eine gute Ordnung nach wie vor Leitbild und Hoffnung für einen weit überwiegenden Teil der Bevölkerung. Mit der Familie verhält es sich ähnlich, jedenfalls auf den ersten Blick.
Wie ist die Lage von Ehe und Familie in der Gegenwart?
Die Lage von Ehe und Familie in der Gegenwart ist wenig übersichtlich. Und doch gibt es eine „neue Selbstverständlichkeit“ des Umgangs mit Ehe und Familie in unserer Gesellschaft, die den Eindruck erweckt, als sei alles ganz klar und unkompliziert.
Was ist die neue Selbstverständlichkeit der Ehe?
Diese „neue Selbstverständlichkeit“ findet ihren Ausdruck darin, daß die Ehe faktisch zu einer Lebensform unter anderen wird. Viele leben über lange Zeit als Lebensgefährtin und Lebensgefährte unverheiratet zusammen und empfinden ihre Gemeinschaft wie eine „Ehe“. Viele andere wählen für sich nicht, noch nicht oder nicht mehr das Modell Ehe,
Was bedeutet das für eine eheliche Lebensgemeinschaft?
Weiter heißt es, dass nach Eherecht in Deutschland die Partner füreinander die Verantwortung tragen und zu einer ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet sind. Die eheliche Lebensgemeinschaft umfasst auch die gemeinsame Haushaltsführung. Allerdings kann diese auch einem übertragen sein, welcher dann auch alleinig die Verantwortung trägt.
Warum gibt es eine einheitliche Definition der Ehe?
Eine einheitliche Definition für die Ehe gibt es nicht, da das Verständnis eines solchen Zusammenlebens stark von den persönlichen und religiösen Merkmalen des Kulturkreises geprägt ist. Im deutschsprachigen Kulturraum war die Trauung Sache der religiösen Institutionen, erst im 19.
Wie wird eine eheliche Lebensgemeinschaft geschlossen?
Nach § 1353 wird eine Ehe auf Lebenszeit geschlossen. Weiter heißt es, dass nach Eherecht in Deutschland die Partner füreinander die Verantwortung tragen und zu einer ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet sind. Die eheliche Lebensgemeinschaft umfasst auch die gemeinsame Haushaltsführung.