Ist der andere Elternteil mit dieser Entscheidung einverstanden?
Nicht immer ist der andere Elternteil jedoch mit dieser Entscheidung einverstanden, was im schlimmsten Fall eine Kindesentziehung nach sich ziehen kann. Dann enthält der Elternteil ohne Aufenthaltsbestimmungsrecht das Kind dem anderen Elternteil vor oder taucht mit dem Nachwuchs sogar unerlaubt unter.
Kann sich ein Elternteil schuldig gemacht haben?
Sollte sich ein Elternteil des Kindesentzuges schuldig gemacht haben, muss der andere schnell handeln. Der erste Ansprechpartner ist die Polizei, um Strafanzeige und Strafantrag zu stellen. Auch ein Eilantrag auf Herausgabe oder Rückführung des Kindes kann gestellt werden. Antragsberechtigt sind die Sorgeberechtigten.
Welche Rechte und Pflichten haben die Eltern für ihre Kinder?
Eltern haben prinzipiell das Sorge- und Erziehungsrecht für ihre Kinder, woraus sich Rechte, aber auch Pflichten ergeben. Doch gerade hieraus ergeben sich in der täglichen Praxis viele Streitigkeiten die elterliche Sorge betreffend, die vielfach auch vor Gericht ausgetragen werden. Dem Gericht obliegt es dann, zum Wohle des Kindes zu entscheiden.
Was ist Schadensersatz bei Kindesentziehung?
Schadenersatz bei Kindesentziehung Unter Umständen kann bei Kindesentziehung auch Schadensersatz verlangt werden, etwa dann, wenn der andere Elternteil, dem das Kind vorenthalten wurde, für dessen Rückführung aus dem Ausland zahlen musste. Ein Anspruch auf Schadensersatz kann sich aus §§ 823 Absatz 2 BGB i.V.m. § 235 StGB ergeben.
Ist der Elternteil verpflichtet zu Zahlung von Kindesunterhalt?
Nach der Trennung der Eltern ist der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet – sofern er dazu leistungsfähig ist. Zugleich ist er berechtigt, in regelmäßigen Abständen Umgang mit seinem Kind zu haben.
Wie darf der sorgeberechtigte Elternteil mit den Kindern wegziehen?
Der sorgeberechtigte Elternteil, bei dem die Kinder wohnen, ist nicht verpflichtet, am ehemaligen Familienwohnsitz oder in dessen Nähe zu bleiben, um die Umgangskontakte zu erleichtern. Vielmehr darf er mit den Kindern wegziehen, grundsätzlich auch in ein anderes Bundesland oder ins Ausland (OLG Hamburg vom 23.8.02 – 7 UF 66/02).
Was sind die Voraussetzungen für die Elternzeit des Kindes?
In Betracht kommen: Leibliche Mutter und leiblicher Vater des Kindes, wenn ihnen die Personensorge zusteht. Sind die Eltern verheiratet, erfüllen sie beide die Voraussetzungen. Bei nicht Verheirateten steht das Sorgerecht und damit der Anspruch auf Elternzeit grundsätzlich der Mutter zu.
Welche Rechtsanwälte haben die Eltern?
In der Regel haben die Eltern immer auch Rechtsanwälte, die ihre Interessen vertreten. Auch für Kinder wird ein solcher Vertreter bestellt. Er heißt „ Verfahrensbeistand “. Manchmal beauftragt das Gericht auch noch einen Gutachter. Aufgabe des Gerichts ist es auch, die Eltern dabei zu unterstützen, selbst eine Lösung zu finden.
Ist der betreuende Elternteil leistungsfähig?
Der betreuende Elternteil muss ausreichend leistungsfähig sein, damit das Kindeswohl und dessen Versorgung nicht gefährdet sind. Auf Unterhaltsrückstände aus der Vergangenheit kann dagegen wirksam verzichtet werden; dies stellt keinen Verbotstatbestand des § 1614 Abs. 1 BGB dar, weil diese Vorschrift die laufende Versorgung sichern will.
Ist ein Elternteil trotz gemeinsamen Sorgerechts auf der sicheren Seite?
Keine Regel ohne Ausnahme: Bei Gefahr für das Kindeswohl ist ein Elternteil trotz gemeinsamen Sorgerechts auf der sicheren Seite, wenn er in „Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung“ alleine unterschreibt.
Wie verändern sich die Sichtweisen des anderen Elternteils?
Die Sichtweisen werden sich dadurch verändern, und manchmal ist diese Veränderung der erste kleine Schritt, der viele weitere in Richtung der Einbindung des anderen Elternteils ermöglicht. Wenn Sie den anderen Elternteil wirklich einbinden möchten, so ist es weiter notwendig, die Beziehung Ihres Kindes zu ihm zu fördern.
Wie wichtig ist der getrennte Elternteil für Kinder?
In sämtlicher Fachliteratur wird erwähnt, wie wichtig der getrennt lebende Elternteil – im Großteil der Fälle ist dies der Vater – für Kinder ist.
Welche Eltern haben das Recht auf Umgang mit den gemeinsamen Kindern?
Hiergegen richtete sich dessen Beschwerde. Grundsätzlich haben beide getrenntlebenden Eltern das Recht auf Umgang mit den gemeinsamen Kindern. In bestimmten Fällen kann dieses Recht aber eingeschränkt werden. Dies ist der Fall, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Umgang ggf. nicht zum Wohl des Kindes ausgeübt wird.
Wie handelt es sich bei der Entziehung Minderjähriger?
Februar 2019 Bei der Entziehung Minderjähriger handelt es sich um einen eigenen Straftatbestand. Streitigkeiten um das Sorgerecht führen nicht selten dazu, dass sich ein Elternteil mit dem Kind ins Ausland absetzt oder es nach Ausübung des Umgangsrechts einfach nicht wieder zurückbringt.
Wie erlebt das Kind den Alltag beim anderen Elternteil?
Denn dann erlebt das Kind den Alltag überwiegend beim einen Elternteil, muss dort Gemüse essen und Hausaufgaben machen, während beim anderen Elternteil Freizeit und mehr Kuscheln angesagt ist.
Was geschieht wenn ein Elternteil nichts von mir wissen will?
Denn manchmal geschieht es, dass ein Elternteil beschließt: „Wenn du nichts von mir wissen möchtest, will ich dich auch nicht mehr sehen.“ Oder: „Wenn du gemein zu mir bist, brauchst du auch nichts mehr von mir zu erwarten.“ So menschliche verständlich diese Reaktion sein mag, sie ist auch trotzig und nicht erwachsen.
Was kann die Existenz eines Elternteils beeinflussen?
Außerdem kann die Existenz eines Elternteils die Höhe ebenfalls beeinflussen. Ist beispielsweise Ihr Bruder gestorben und hat Ihnen, Ihrer Schwester und Ihrer verwitweten Mutter alles hinterlassen, so teilt sich der Nachlass auf drei Personen auf. Vorrang dabei hat die Mutter. Sie erhält 50 % vom Erbe.
Wie darf ein Elternteil den Umgang verweigern?
Ein Elternteil darf dem anderen Elternteil den Umgang nur verweigern, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, wie bspw. Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch, schwere Verhaltensauffälligkeiten des Kindes nach Aufenthalt mit Umgangsberechtigtem, Entführungsgefahr, Drogen- und Alkoholmissbrauch des Umgangsberechtigten oder ansteckende Krankheiten.
Wie kann ich den Umgang zum Elternteil bestimmen?
Ab einem Alter von zwölf Jahren kann ein Kind den Umgang selbst bestimmen. In den Jahren davor kann das Kind nicht selbst entscheiden, ob es den Umgang zum Elternteil pflegen möchte oder nicht. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es vor Manipulation geschützt werden soll.
Wie müssen Eltern das gemeinsame Sorgerecht für ein gemeinsames Kind einteilen?
Grundsätzlich müssen Eltern, die sich das Sorgerecht für ein gemeinsames Kind teilen – sog. gemeinsames Sorgerecht –, in wichtigen Angelegenheiten, die ihr Kind betreffen, sich einig werden und Entscheidungen gemeinsam treffen.
Welche Eltern haben Anspruch auf die gleiche Zeit mit dem Kind?
Getrennt lebende Eltern haben Anspruch auf die gleiche Zeit mit dem Kind – allerdings nur unter einer Voraussetzung. Das sogenannte „Wechselmodell“, welches die abwechselnde Betreuung eines Kindes ermöglicht, kann nun auch gegen den Willen des anderen Partners durchgesetzt werden – sofern das Wohl des Kindes nicht darunter leidet.
Ist die Mutter eines nicht ehelichen Kindes ein gemeinschaftliches Kind?
Wenn die Mutter eines nicht ehelichen Kindes heiratet, der Ehemann aber nicht der Vater des Kindes ist, besteht häufig der Wunsch, durch Adoption des Kindes zu einer richtigen Familie zu werden. Durch die sogenannte Stiefkindadoption erhält das Kind nämlich automatisch den Status eines gemeinschaftlichen Kindes.
Kann ein Kind keinen Kontakt zu einem Elternteil haben?
Möchte ein Kind keinen Kontakt zu einem Elternteil, ist dies kein Grund für einen Entzug des Umgangsrecht. Der Anspruch auf Umgang des Elternteils bleibt dennoch bestehen, selbst wenn das Kind nicht möchte. In diesem Fall empfiehlt es sich als Bezugsperson positiv auf das Kind einzuwirken und den Kontakt mit dem Elternteil zu fördern.
Wie können Eltern gerichtlich zum Umgang mit dem Kind gezwungen werden?
Grundsätzlich können Eltern gerichtlich zum Umgang mit dem Kind gezwungen werden. Halten sie sich nicht an die Anordnung, droht ein Ordnungsgeld. Allerdings ist fraglich, ob ein erzwungener Umgang mit einem ablehnenden Elternteil auch dem Kindeswohl dient.
Kann ein geschiedener Elternteil von der Vermögenssorge des Kindes ausschließen?
Will ein geschiedener Elternteil den anderen Elternteil von der Vermögenssorge des Kindes ausschließen, muss er diesen Willen in seinem Testament ansatzweise zum Ausdruck bringen. Dies könnte etwa dadurch erfolgen, dass er um Bestellung eines Pflegers oder Verwaltung durch das Jugendamt ersucht.
Was ist der Maßstab für die Entscheidung der beiden Elternteile?
Maßstab für die Entscheidung, welchem der beiden Elternteile die alleinige Entscheidungsbefugnis des Schulbesuchs der Tochter übertragen wird, ist das Kindeswohl, § 1697a BGB. Es ist in der Sache diejenige Entscheidung zu treffen, die dem Wohl des Kindes am besten entspricht.
Warum sollte ein Elternteil zum Pflegefall gestellt werden?
Egal ob Mama und Papa verheiratet oder unverheiratet sind oder ein Baby außerehelich gezeugt wurde – Kinder sind vor dem Gesetz gleich gestellt. In der Erbfolge, in Bezug auf Unterhalt und hinsichtlich der Kostenübernahme, sollte ein Elternteil zum Pflegefall werden.
Kann der Kindergeldberechtigte verstorben werden?
Die Meldung, dass der Kindergeldberechtigte verstorben ist kann auch telefonisch erfolgen ( -Hotline- ). Die Sterbeurkunde muss jedoch zwingend im Original oder als beglaubigte Kopie eingereicht werden. Die Änderung des Kindergeldberechtigten kann bis zu 3 Monate dauern – je nach Schwierigkeitsgrad der Situation.
Sind die Kinder verunsichert über den anderen Elternteil?
Die Kinder spüren dies, sind verunsichert und wissen nicht, ob sie den anderen Elternteil noch gern haben dürfen. Sie fühlen sich in ihren Gefühlen hin- und hergerissen. Mit dieser Konfliktsituation werden in der Praxis alle (rechtlichen und nichtrechtlichen) Mittel verwendet, bis das Kind aus Loyalitätsgründen für einen Elternteil entscheiden muss.
Was steht bei einem nicht sorgeberechtigten Elternteil zu?
Einem nicht sorgeberechtigten Elternteil steht auch dann ein Umgangsrecht mit seinem Kind zu, wenn dieses in einer Pflegefamilie lebt. Das ergibt sich aus dem Grundrechtsschutz des Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG. Die Gerichte haben sich bei der Entscheidung über das Umgangsrecht in erster Linie am Kindeswohl zu orientieren.
Welche Personen haben keinen Anspruch auf Elternzeit?
Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, haben keinen Anspruch auf Elternzeit. Diese Personen haben keinen Arbeitgeber, von dem Sie eine Auszeit von der Arbeit verlangen könnten. Sie müssen auch nicht vor Kündigungen geschützt werden. Folgende Personengruppen können daher keine Elternzeit bekommen:
Was ist das Wort „Eltern“ im Plural gebräuchlich?
Das Wort „Eltern“ ist nur im Plural gebräuchlich; es ist eine Lenition von „Älteren“, aber der Singular „ Elter “ oder „Ältere (r)“ wird kaum verwendet: Der Singular ist daher meist „Elternteil“. Eltern sind dennoch immer zwei, und zwar Vater und Mutter; in der homosexuellen Regenbogenfamilie werden andere Lösungen versucht.
Was ist die meiste Zeit mit dem Kind verbringt?
In den ersten beiden Jahren ist das der, der die meiste Zeit mit dem Kind verbringt. Ab etwa dem achten Lebensjahr ist dann häufig der gleichgeschlechtliche Elternteil das große Vorbild und der Vertraute, und in der Pubertät verfeinden sich Kinder dann manchmal regelrecht mit einem Elternteil, während sie mit dem anderen recht freundlich umgehen.
Wie begleiten wir Kinder im Alter bis zu fünf Jahren?
Kinder im Alter bis zu fünf Jahren begleiten wir individuell, das bedeutet, dass eine qualifizierte Trauerbegleiterin oder ein qualifizierter Trauerbegleiter in das häusliche Umfeld der Kinder kommt und sich im gewohnten Zuhause spielerisch den Themen und Emotionen des Kindes nähert.
Ist nur ein Elternteil mit dem Kind in der Praxis zu vertrauen?
Erscheint nur ein Elternteil mit dem Kind in der Praxis ist nach der Rechtsprechung zu differenzieren, wann der Zahnarzt darauf vertrauen darf, dass der andere Elternteil den anwesenden Elternteil zur Erteilung der Einwilligung ermächtigt hat.
Welche Gefühle können nach dem Tod der Eltern auftreten?
Genauso können auch Wut oder Ablehnung nach dem Tod der Eltern auftreten. Auch diese Gefühle sollten nicht verdrängt werden und man muss sich nicht für sie schämen. Es ist wichtig, diese Gefühle zu akzeptieren. Auch die der Erleichterung. Denn später folgt meist dann doch das erwartete Gefühl der Trauer.
Welche Emotionen sind nach dem Tod der Eltern möglich?
Trauer kennt keine Normen – alle Gefühle sind möglich. Alle Emotionen, die nach dem Tod der Eltern erfolgen, sollten zugelassen werden. Sie sind vielschichtig und können sehr gegensätzlich sein. Es ist völlig normal, dass jeder den Tod seiner Eltern anders erlebt und damit umgeht.
Welche Eltern verwalten das Vermögen des Kindes?
Eltern verwalten das Vermögen des Kindes, etwa ein Sparkonto, und entscheiden, wie das Vermögen verwendet wird. Bei Verträgen vertreten die Eltern das Kind; es müssen beide Elternteile unterschreiben. Vater und Mutter können sich aber gegenseitig bevollmächtigen; dann reicht die Unterschrift nur eines Elternteils.