Wie erfolgt die Überwachung des anwaltlichen Berufsrechts?
Sofern der Rechtsanwalt auch auf diese Aufforderungen nicht reagiert, besteht die Möglichkeit eines Mandatsentzugs bzw. einer Mandatskündigung, was ebenfalls schriftlich erfolgen muss. Die Überwachung des anwaltlichen Berufsrechts obliegt der Rechtsanwaltskammer, bei der der Rechtsanwalt zugelassen ist sowie dem dort ansässigen Anwaltsgericht.
Hat der Mandant nichts mehr von seinem Anwalt eingereicht?
Trotz Vollmachtserteilung, Übergabe von Unterlagen und eingehender Besprechungen „hört“ der Mandant für Wochen oder sogar Monate nichts mehr von seinem Anwalt und auch vereinbarte Klageschriften und ähnliche Verfahrensschritte werden nicht eingereicht.
Ist der Gegner zur Erstattung der Anwaltskosten zahlungsunfähig?
Auch wenn die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt sind und der Gegner zur Erstattung der Anwaltskosten sogar durch Urteil verpflichtet wird, kann es sein, dass der Gegner zahlungsunfähig ist. Der Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten besteht dann zwar; er ist aber – vorübergehend oder ständig – nicht durchsetzbar.
Wann muss ein Rechtsanwalt die Haftung übernehmen?
Haftung muss ein Rechtsanwalt dann übernehmen, wenn er diese Frist versäumt hat und dadurch für seinen Mandanten ein Schaden entstand. Fristen gilt es zum Beispiel beim Einspruch eines Bußgeldbescheides einzuhalten, da ein solcher nur innerhalb der 14 Tage nach Zustellung möglich ist.
Wie muss eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer eingereicht werden?
E ine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer muss schriftlich eingereicht werden. Sie muss als Begründung den Sachverhalt enthalten, warum sich der Anwalt berufsrechtswidrig verhalten haben soll. Der entsprechende Rechtsanwalt wird von der Anwaltskammer danach zur Stellungnahme aufgefordert.
Kann der Anwalt die Anwaltsgebühren zurückzahlen?
Haben Sie jedoch eine höhere Vorschusszahlung geleistet als Anwaltsgebühren anfallen, ist Ihr Anwalt verpflichtet, den Überschuss zurückzuzahlen. Verliert der Prozessgegner vor Gericht und muss hierauf die Anwaltskosten des Gewinners begleichen]
Warum trifft der Anwalt die Beweislast?
Den Mandanten, also in diesem Fall den Kläger, trifft in diesen Verfahren die Beweislast. Er muss nachweisen können, dass der Anwalt trotz Nachfragen und Aufforderungen seitens des Mandanten untätig geblieben ist. Rechtsanwälte für Anwaltshaftung haben sich auf derartig gelagerte Fälle spezialisiert.