Kann man ohne Anwesenheit verurteilt werden?
(2) Auf Grund einer Ladung durch öffentliche Bekanntmachung findet die Hauptverhandlung ohne den Angeklagten nicht statt. (4) Das in Abwesenheit des Angeklagten ergehende Urteil muß ihm mit den Urteilsgründen durch Übergabe zugestellt werden, wenn es nicht nach § 145a Abs. 1 dem Verteidiger zugestellt wird.
Was gilt für Angeklagte vor Gericht?
Dies gilt zumindest im Fall der ordnungsgemäßen Vertretung vor Gericht durch einen Verteidiger. Angeklagte sollten im Zweifel besser davon ausgehen, dass in einem Strafverfahren eine Anwesenheitspflicht besteht. Von diesem gleichzeitigen Recht sollten sie ruhig Gebrauch machen und sich nicht wegen geringer Straferwartung entbinden lassen.
Was ist in einem Rechtsstreit vor einem Zivilgericht üblich?
Was etwa in einem Rechtsstreit vor einem Zivilgericht mit seinem Vermieter oder vor dem Verwaltungsgericht häufig üblich ist, ist jedoch nicht ohne Weiteres in einem Strafverfahren möglich. Vielmehr muss hier der Angeklagte während der Hauptverhandlung normalerweise persönlich anwesend sein.
Ist eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „vorübergehend“ notwendig?
Eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Begriffs „vorübergehend“ erscheint notwendig, auch aus dem Blickwinkel des Betriebsverfassungsgesetzes. Nach § 99 BetrVG ist es dem Betriebsrat erlaubt, bei einer Einstellung – wozu auch der Einsatz von Leiharbeitnehmern gehört – die Zustimmung zu verweigern, wenn dies „gegen ein Gesetz“ verstößt.
Welche Anwesenheitspflicht hat der Angeklagte vor Gericht?
Allerdings besteht keinesfalls immer eine Anwesenheitspflicht für den Angeklagten vor Gericht. Anders sieht die Situation unter Umständen dann aus, wenn der Angeklagte sich nach seiner Vernehmung zur Anklage durch das Gericht entfernt oder bei einer Unterbrechung einfach nicht mehr zur Verhandlung erscheint.