Kann Arbeitseinkommen in voller Hohe gepfandet werden?

Kann Arbeitseinkommen in voller Höhe gepfändet werden?

Ab dem 1. Juli 2017 gelten höhere Pfändungsfreigrenzen im Bezug auf das Arbeitseinkommen. Der bisherige unpfändbare Grundbetrag liegt bei 1.073,88 Euro und wird ab dem 1. Juli auf 1.133,80 Euro angehoben.

Was ist bei einer Lohnpfändung nicht Pfändbar?

Unpfändbar sind die in § 850a ZPO genannten Teile des Arbeitseinkommens. Das sind: Die Hälfte der Vergütung für Mehrarbeit (Überstunden; Stundenlohn und Zuschläge). Das zusätzliche Urlaubsgeld (die Lohnfortzahlung während des Urlaubs ist pfändbar).

Wie kann ich eine Kontopfändung beantragen?

Ablauf einer Kontopfändung: Erst mit einem Vollstreckungstitel kann der Gläubiger die Pfändung von Bankguthaben beantragen. Sobald der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss bei der Bank eingegangen ist, sollte der Schuldner Maßnahmen einleiten gegen die Kontopfändung – möglichst vor Ablauf der obligatorischen vier Wochen.

Wie erlässt das Gericht einen Pfändungsbeschluss?

Das Gericht bzw. der Rechtspfleger erlässt daraufhin einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss. Der Gläubiger stellt diesen Beschluss der Bank zu und dem Schuldner. Damit ist es der Bank verboten, Geld an ihren Kunden auszuzahlen.

Was sollen die Pfändungsgrenzen gewährleisten?

Die in der Pfändungstabelle festgelegten Pfändungsgrenzen sollen gewährleisten, dass der Schuldner zumindest über ein Existenzminimum verfügt, nicht aufgrund einer Pfändung auf Sozialleistungen angewiesen ist und somit die Allgemeinheit für private Schulden einstehen muss.

Wie funktioniert die Pfändung von Gehalt oder Lohn beim Arbeitgeber?

Nach § 840 der Zivilprozessordnung (ZPO) ergibt sich, dass die Pfändung von Gehalt oder Lohn direkt beim Arbeitgeber erfolgen darf. Dabei wird der Arbeitgeber des Schuldners zum Drittschuldner des Gläubigers. So kommt der Gläubiger auf direktem Weg an sein Geld.

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