Was passiert nach dem Fortsetzungsbegehren?
Nach Erhalt des Fortsetzungsbegehrens stellt das Betreibungsamt die Vermögensgüter des Gläubigers in einer Liste zusammen und ordnet die Pfändung der pfändbaren Vermögenswerte an, wobei dem Schuldner ein Existenzminimum belassen wird.
Wie stelle ich ein Fortsetzungsbegehren?
Der Gläubiger kann, wenn er über einen rechtskräftigen Zahlungsbefehl verfügt, d.h. kein Rechtsvorschlag erhoben wurde oder ein Rechtsvorschlag rechtskräftig beseitigt worden ist, die Fortsetzung der Betreibung verlangen bzw. das Fortsetzungsbegehren beim zuständigen Betreibungsamt stellen.
Was kostet ein rechtsvorschlag?
Der Rechtsvorschlag kann formlos erhoben werden, er muss nicht begründet werden, und er kostet (zumindest vorläufig) nichts.
Was passiert nach dem rechtsvorschlag?
Solange der Rechtsvorschlag besteht, kann die Betreibung nicht fortgesetzt werden. Zur Beseitigung des Rechtsvorschlags muss die Gläubigerin oder der Gläubiger gegen die Schuldnerin oder den Schuldner in einem Gerichtsverfahren die Rechtsöffnung erwirken (Art. 79 ff. SchKG).
Wie schreibt man einen rechtsvorschlag?
Die einfachste Möglichkeit Rechtsvorschlag zu erheben ist bei der Zustellung des Zahlungsbefehls. Sie können den Rechtsvorschlag nämlich direkt gegenüber der zustellenden Person erklären (Art. 74 SchKG).
Wie kann ich einen Rechtsvorschlag beseitigen?
Um den Rechtsvorschlag beseitigen zu können, sieht das Gesetz grundsätzlich drei Möglichkeiten vor:
- den Zivilprozess durch Anerkennungsklage oder durch Verwaltungsverfahren (Art. 79 SchKG)
- die definitive Rechtsöffnung (Art. 80 f. SchKG)
- die provisorische Rechtsöffnung (Art. 82 f. SchKG)
Wie lange Zeit um rechtsvorschlag zu beseitigen?
Dieses Begehren können Sie frühestens 20 Tage und spätestens ein Jahr seit der Zustellung des Zahlungsbefehls einreichen. Die Frist steht zwischen Einleitung und Erledigung des Rechtsvorschlags still. Verlieren Sie als Gläubiger und lehnt das Gericht die Rechtsöffnung ab, können Sie eine Anerkennungsklage einreichen.
Was passiert nach Rechtsöffnung?
Mit der Rechtsöffnung wird ein vom Schuldner erhobener Rechtsvorschlag beseitigt und der Gläubiger kann die Fortsetzung der Betreibung verlangen. Die Rechtsöffnung ist ein Schritt in Richtung Vollstreckung der Forderung des Gläubigers.
Wie lange dauert eine Rechtsöffnung?
Wenn die Schuldnerin nichts unter- nimmt, wird die Rechtsöffnung definitiv, wird der Rechtsvorschlag definitiv beseitigt. Der Schwebezustand dauert zwanzig Tage ab Rechtskraft des Entscheids über die provisorische Rechtsöffnung (Art. 83 Abs. 2 SchKG).
Was ist eine Rechtsöffnung?
Rechtsöffnung stellt die gerichtliche Beseitigung der Sperrwirkung des Rechtsvorschlags dar. Der Rechtsvorschlag kann entweder in einem ordentlichen Zivilprozess oder im sog. Rechtsöffnungsverfahren beseitigt werden (Art. Das SchKG unterscheidet zwischen der definitiven und provisorischen Rechtsöffnung.
Was ist ein provisorischer Rechtsöffnungstitel?
Die provisorische Rechtsöffnung ist in Art. 82 SchKG geregelt und kann im Interesse rascher Vollstreckbarkeit schon gestützt auf eine blosse Schuldanerkennung erfolgen. Diese bildet bei der provisorischen Rechtsöffnung den Rechtsöffnungstitel.
Was ist ein definitiver Rechtsöffnungstitel?
Definitive Rechtsöffnungstitel sind folgende Entscheidung und Verfahrenserledigungen: Vollstreckbare gerichtliche Entscheidungen aller Art (Art. 80 Abs. 1 SchKG): Der Entscheid muss nicht in Rechtskraft erwachsen sein.
Was tun gegen definitive Rechtsöffnung?
Zur Beseitigung eines Rechtsvorschlags muss der Gläubiger ein Rechtsöffnungsbegehren stellen. Liegt ein vollstreckbarer Gerichtsentscheid vor, so kann die definitive Rechtsöffnung verlangt werden. Der Schuldner kann seine Einwendungen innert 5 Tagen glaubhaft machen.
Was ist eine Aberkennungsklage?
Die Aberkennungsklage leitet ein Verfahren vor dem ordentlichen Gericht ein. In diesem Verfahren befasst sich das Gericht mit der Frage, ob die in Betreibung gesetzte Forderung besteht, und entscheidet sodann endgültig über den Anspruch.
Was ist eine Anerkennungsklage?
Mit der Anerkennungsklage verlangt der Gläubiger vom Gericht einen Entscheid im Streit ums materielle Recht, es solle dafür sorgen, dass seine Forderung «anerkannt» wird; überdies verlangt er, dass das Gericht auch den Rechtsvorschlag beseitigt (Art.
Was ist eine provisorische Pfändung?
Beruht die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung, so kann der Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung verlangen. Den Gläubiger berechtigt es zum Vollzug der provisorischen Pfändung.