Wer darf Stasi Unterlagen einsehen?

Wer darf Stasi Unterlagen einsehen?

Der Antrag auf Akteneinsicht für Privatpersonen. Jeder Mensch hat das Recht, jene Unterlagen einzusehen, die das Ministerium für Staatssicherheit über die eigene Person angelegt hat. Mehr als zwei Millionen Menschen haben seit 1992 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Wie kann ich meine Stasi Unterlagen einsehen?

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Antrag auf Einsicht in die Stasi -Unterlagen beim BStU online zu stellen. Um einen Antrag online zu stellen, benötigen Sie: einen neuen Personalausweis oder einen elektronischen Aufenthaltstitel – jeweils mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion.

Wie lange kann man die Stasi-Akten noch einsehen?

Innerhalb eines halben Jahres gibt es Auskunft, ob Akten vorliegen. Bis zur Einsicht oder Übersendung kann es dann noch bis zu drei Jahre dauern.

Wie kann man herausfinden ob jemand bei der Stasi war?

Zumindest ob jemand damals offizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit oder MfS Offizier war, lässt sich durch ein Detektivbüro in der Regel herausfinden. Dazu benötigt man den vollen Namen und möglichst das Geburtsdatum. Diese offiziellen Mitarbeiter waren alle registriert.

Wer waren die Mitarbeiter der Stasi?

Inoffizieller Mitarbeiter (IM), bis 1968 Geheimer Informator (GI), war in der DDR die MfS-interne Bezeichnung für eine Person, die dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS, auch „die Stasi“) gezwungenermaßen oder freiwillig verdeckt Informationen lieferte oder auf Ereignisse oder Personen steuernd Einfluss nahm, ohne …

Was wurde aus der HVA?

Durch die Auflösung des MfS 1990 und die anschließende Offenlegung seiner Arbeitsweise wurde die HVA zum Gegenstand eines breiten öffentlichen Interesses und intensiver Forschung (seit 1991 in Verantwortung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen).

Was ist ein Stasi Offizier?

Offiziere im besonderen Einsatz, auch OibE abgekürzt, waren seit den 1960er Jahren hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) in den Bereichen Abwehr und Aufklärung, die meist in für die Auslandsaufklärung nutzbaren oder für sicherheitsrelevant erachteten Positionen im Staatsapparat ( …

Was wurde aus den Stasi Mitarbeitern?

Die offiziellen Stasi-Mitarbeiter wurden im Frühjahr 1990 arbeitslos, als das Ministerium für Staatssicherheit aufgelöst wurde. Viele Ex-Geheimdienstler wechselten in die Privatwirtschaft. Und sogar im Wachschutz der Stasi-Unterlagen-Behörde schlüpften Dutzende ehemalige MfS-Hauptamtliche unter.

Was geschah mit der Stasi nach dem Mauerfall?

Knapp 100.000 Mitarbeiter arbeiteten einst hauptamtlich für die Stasi. Nach der Wende gelangten viele von ihnen zu einer neuen beruflichen Identität bei Polizei, Bundeswehr, BND oder anderen Behörden.

Wie begründet die SED den Aufbau der Stasi?

Die Grundlage für den Aufbau einer eigenständigen Geheimpolizei legte das Politbüro der KPdSU am 28. Dezember 1948 mit dem Beschluss zur Bildung der „Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft“. Januar 1950 fasste das Politbüro der SED den Beschluss zur Bildung des MfS.

Warum wurde die Stasi als Schild und Schwert der Partei bezeichnet?

„Schild und Schwert der Partei“ Der neue Geheimdienst nach sowjetischem Vorbild hatte die Aufgabe, Beschlüsse der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) umzusetzen – und in ihrem Sinne zu handeln. Die Stasi verstand sich deshalb als „Schild und Schwert der Partei“.

Was bedeutet Schild und Schwert der Partei?

„Schild und Schwert“ sind daher als Metapher für eine formal staatliche Organisation zu verstehen, die faktisch völlig der SED untersteht und Recht und Gesetz nicht unterworfen ist.

Wie stieg die Mitarbeiterzahl im Ministerium für Staatssicherheit im Laufe der Jahre an?

Zum MfS zählten 1989 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter (Giesecke 2006) und 189.000 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) (Müller-Enbergs 1996). Von den 70er Jahren an stieg die Zahl der IM, etwa durch zunehmende „Zersetzung“ alternativer Gruppierungen (Pingel-Schliemann 2002).

Wie viele Stasi Mitarbeiter gab es 1989 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung?

Die Anzahl der vom MfS geführten inoffiziellen Mitarbeiter umfasste im Jahre 1989 ungefähr 189.000 IM , darunter 173.000 IM der Abwehrdiensteinheiten, ferner 13.400 IM in der DDR und 1.550 IM in der Bundesrepublik, die von der Hauptverwaltung A ( HV A ) geführt wurden, sowie diverse andere wie Zelleninformatoren usw.

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