Warum werden Atomkraftwerke abgeschafft?
Atomausstieg und Klimaschutz Bis 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen auf 40 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Viele Kritiker des Atomausstiegs in Deutschland weisen darauf hin, dass durch Kernkraft der Strom weitgehend emissionsfrei erzeugt werden kann.
Wie lange halten atombrennstäbe?
Im Schnitt müssen die Brennstäbe etwa fünf Jahre im Abklingbecken bleiben, bevor sie in eines der drei zentralen Zwischenlager Deutschlands – Ahaus, Gorleben oder Greifswald-Rubenow – transportiert werden.
Warum muss ein abgeschalteter Kernreaktor weiter gekühlt werden?
Vom Reaktorkern ins Abklingbecken Diese Hitzeentwicklung bedeutet, dass der abgeschaltete Reaktor und auch bereits aus dem Kern entfernte, abgebrannte Brennstäbe noch einige Zeit lang weiter aktiv gekühlt werden müssen. Geschieht dies nicht, können sich die Brennstäbe so stark aufheizen, dass eine Kernschmelze droht.
Warum muss ein Reaktor gekühlt werden?
Die Kettenreaktion ist also gestoppt durch die Abschaltung des Reaktors, dennoch muss der Reaktor aber gekühlt werden, weil die Energiefreisetzung aus der radioaktiven Strahlung der Spaltprodukte resultiert.
Warum haben KKW mehrere notkühlsysteme?
Für den Fall einer Reaktorschnellabschaltung stehen jederzeit vier unabhängige Notkühlsysteme bereit, die den Reaktor ausreichend und sicher kühlen sowie automatisch genug Ersatzwasser einspeisen. Ihre Stromversorgung wird durch fünf schnellstartende Notstromdieselgeneratoren sichergestellt.
Warum ist die Verwendung von Wasser in Kernkraftwerken aus mehreren Gründen sehr wichtig?
Von der Wärme zum Strom Das Wasser hat in den Leichtwasserreaktoren neben der Moderation noch eine zweite Funktion: es dient zugleich als Kühlmittel und befördert die Energie in Form von Wärme vom Reaktordruckbehälter (RDB) zu den Turbinen.
Warum gibt es zwei Wasserkreisläufe in einem Kernkraftwerk?
Viele Kernkraftwerke haben Druckwasserreaktoren die über drei voneinander getrennten Was- serkreisläufe verfügen. Im Primärkreislauf steht das Wasser unter sehr hohem Druck. Der dritte Wasserkreislauf kühlt schließlich den Dampf ab, damit das kondensierte Wasser wieder in den Dampferzeuger eintreten kann.
Warum gibt es mehrere Sicherheitsbarrieren?
Der sichere Einschluss des radioaktiven lnventars einer kerntechnischen Anlage erfolgt nach dem Mehrfachbarrierenprinzip, d. h. zur Freisetzung radioaktiver Stoffe müssen diese mehrere verschiedene, hintereinander geschaltete Barrieren passieren.
Warum herrscht im Reaktorgebäude Unterdruck?
Darüber hinaus herrscht im Reaktorgebäude ein konstanter Unterdruck, der das Austreten von Radioaktivität aus dem Inneren verhindern kann.
Warum ist es zwingend notwendig eine Kettenreaktion zu kontrollieren?
Ganz einfach: In Kernkraftwerken werden Atomkerne gespalten. Der Zerfall eines Urankerns kann weitere Kerne in der Nähe zum Zerfall anregen. Solche „nuklearen Kettenreaktionen“ werden im Kernkraftwerk so kontrolliert, dass nie mehr Atome gespalten werden als nötig.
Wie entsteht nachzerfallswärme?
Mit Nachzerfallswärme bezeichnet man in der Kernreaktor-Technik die Zerfallswärmeleistung, die nach dem Abschalten des Reaktors entsteht. Da hierbei die Spaltprodukte der Kernspaltung selbständig zerfallen, kann die Nachzerfallswärme nicht durch die Steuerstäbe beeinflusst werden.
Warum muss die Kettenreaktion bei jeder Kernspaltung kontrolliert ablaufen?
Die bei einer Kernspaltung entstehenden schnellen Neutronen müssen jedoch durch einen Moderator (z.B. Wasser) zu thermischen Neutronen abgebremst werden, damit diese wieder wahrscheinlich genug Urankerne spalten. Eine Kettenreaktion wird z.B. mit Steuerstäben reguliert, die die Zahl der freien Neutronen reduzieren.
Was sind die Voraussetzungen für eine Kettenreaktion?
Grundlage einer Kettenreaktion ist die Kernspaltung, bei der Energie entsteht. Bei der Kernspaltung wird ein Atom durch den Beschuss mit einem Atomteilchen, einem Neutron, aufgespaltet. Dadurch werden Neutronen des beschossenen Atoms frei, die wieder auf andere Atome treffen und sie spalten.