Was versteht man unter flächenwidmung?
Ein Flächenwidmungsplan umfasst die Gemeindeplanung für das gesamte Gemeindegebiet und wird auf Basis des Katasterplanes erstellt. Er ordnet jedem Grundstück eine bestimmte Widmung zu, die festlegt, wie das Grundstück genutzt werden kann (Bauland, Grünland/Freiland, Verkehrsfläche, andere Spezifizierungen).
Welche Widmungsarten gibt es?
Im Flächenwidmungsplan sind alle Flächen des Gemeindegebietes in drei unterschiedliche Widmungsarten gegliedert: Bauland (8 Widmungsarten), Verkehrsflächen und die restlichen Flächen in Grünland (19 Widmungsarten). Diese Widmungen sind durch Buchstaben und Farbgebung kenntlich gemacht (NÖ Planzeichenverordnung).
Was sind Ersichtlichmachungen?
Die Ersichtlichmachung dient der Anzeige von rechtserheblichen Umständen. Insbesondere folgende Umstände gelten als rechterheblich: Berechtigungen aus Grunddienstbarkeiten, die mit der Liegenschaft verbunden sind. Öffentlich-rechtliche Beschränkungen ( z.B. Gefahrenzonen)
Was ist ein gemischtes Baugebiet?
Gemischte Baugebiete sind Gebiete, in denen eine Mischung von Wohnungen und solchen Betrieben angestrebt wird, die keine unzumutbaren Belästigungen der Nachbarschaft verursachen. Teile des gemischten Baugebietes können als Geschäftsviertel oder als Betriebsbaugebiet festgesetzt werden.
Was ist ein Aufschließungsgebiet?
Weisen als Aufschließungsgebiete (Aufschließungszonen) festgelegte Grundflächen sämtliche Voraussetzungen für die Bebauung auf und verpflichten sich die Eigentümer solcher Grundflächen mit Wirkung auch für ihre Rechtsnachfolger in einer schriftlichen Erklärung gegenüber dem Bürgermeister, für eine widmungsgemäße …
Was zählt alles zur Bebauungsdichte?
Begriffsbestimmungen. (1) Die Bebauungsdichte ist die Verhältniszahl, die sich aus der Teilung der Gesamtfläche der Geschosse durch die zugehörige Bauplatzfläche ergibt. Gebäudeabschnitte, die zueinander bis einschließlich der halben Geschoßhöhe versetzt sind, gelten als ein Geschoß.
Was ist eine Punktwidmung?
die sich auf Grundstücken befinden, die im Flächenwidmungsplan als Bauland ausgewiesen sind, sofern die Grenzen der Widmung mit den Grenzen der tatsächlich bebauten Grundfläche übereinstimmen oder nur geringfügig davon abweichen („Punktwidmungen“), oder 3.
Warum gibt es Industriegebiete?
In Deutschland wird ein Industriegebiet grundsätzlich im Flächennutzungsplan ausgewiesen. In einem Industriegebiet sollen besonders störende Betriebe, die aus Lärmschutzgründen in einem Gewerbegebiet nicht zulässig sind, angesiedelt werden, um die Orientierungswerte der DIN 18005 einzuhalten.
Was darf in Gemischtes Baugebiet gebaut werden?
„In gemischten Baugebieten dürfen keine Bauwerke oder Anlagen errichtet werden, die geeignet sind, durch Rauch, Ruß, Staub, schädliche oder üble Dünste, Niederschläge aus Dämpfen oder Abgasen, Geräusche, Wärme, Erschütterungen, oder sonstige Einwirkungen, Gefahren oder unzumutbare Belästigungen für die Nachbarschaft …
Was bedeuten die Angaben im Bebauungsplan?
Der Bebauungsplan gibt an wieviel des Grundstücks tatsächlich bebaut werden darf (Grundflächenzahl – GRZ) und wie groß die Geschossfläche (Geschossflächenzahl – GFZ) des Baus sein darf. Ist beispielsweise eine GRZ von 0,5 angegeben, dürfen auf einem Grundstück mit 400 qm nur 200 qm des Grundstücks bebaut werden.