Welche ADHS-Medikamente sind für Erwachsene zugelassen?
Für die Erstbehandlung von ADHS im Erwachsenenalter sind aus dem Bereich der Stimulanzien ausschließlich Medikinet adult und Ritalin adult zugelassen. Eine Neueinstellung von Erwachsenen mit ADHS ist auch mit dem Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer Atomoxetin (Strattera®) möglich.
Wer verschreibt Medikamente für ADHS?
Ein Rezept für ADHS-Medikamente wird in der Regel von Ärztinnen und Ärzten mit geeigneter Fachrichtung ausgestellt. Dazu gehören zum Beispiel Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Neurologie.
Was bringen Medikamente bei ADS?
Methylphenidat führt bei 70 bis 80% der Kinder mit ADHS zur Minderung der Unaufmerksamkeit und der Ruhelosigkeit bei gleichzeitig deutlicher Steigerung der Konzentrationsleistung. Die Wirkung tritt nach ca. 30-45 Minuten ein und hält bei Medikamenten mit kurzer Wirkdauer ca. vier Stunden an.
Was kann man statt Ritalin nehmen?
Strattera® enthält den Wirkstoff Atomoxetin, welcher nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Seine Wirkung ist zusätzlich stimmungsaufhellend und angstlösend. Es hat ein geringeres Abhängigkeitspotential.
Wer darf Ritalin für Erwachsene verschreiben?
– Die Arzneimittel dürfen nur von einem Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Erwachsenen verordnet (Fachärztin/Facharzt für Nervenheilkunde, für Neurologie und/oder Psychiatrie oder für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin/Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, ärztliche Psychotherapeuten …
In welchen Medikamenten ist Methylphenidat enthalten?
Methylphenidat (kurz: MPH) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Stimulanzien, der als Wirkstoff unter anderem in den Präparaten Ritalin, Medikinet, Concerta oder Equasym enthalten ist.
Welcher Arzt kann Ritalin verschreiben?
Methylphenidat, bekannt als Ritalin, Medikinet und Equasym, können nur noch Ärzte mit Fachkunde für Verhaltensstörungen verschreiben – also ein Kinder-, Jugendpsychiater oder Kinderarzt.
Welche Medikamente werden bei ADS verschrieben?
Zur Behandlung von ADHS sind in Deutschland fünf Wirkstoffe zugelassen:
- Methylphenidat (Handelsnamen beispielsweise Medikinet, Concerta, Ritalin und entsprechende Generika )
- Atomoxetin (Handelsname Strattera)
- Dexamphetamin (Handelsname Attentin)
- Lisdexamfetamin (Handelsname Elvanse)
- Guanfacin (Intuniv)
Was kann ich tun bei ADS?
Was Sie als Eltern tun können
- Ihr Kind ist schwierig – halten Sie zu ihm!
- Klare Regeln, Grenzen und Strukturen.
- Möglichst viel Lob.
- Ruhige Umgebung.
- Nicht überfordern, nicht unterfordern.
- Ausreichend Bewegung.
- Ernährung bzw.
- Kontakt zu Erziehern und Lehrern.
Wie kann man ADS heilen?
ADHS ist therapierbar, aber nicht heilbar. In 70 Prozent der Fälle wächst sich das Problem aber aus. Das therapeutische Ziel ist immer, den Leidensdruck zu mildern, um dem Kind ein annähernd „normales“, altersgemäßes Aufwachsen zu ermöglichen.
Was passiert wenn man Ritalin nimmt Wenn man nicht ADS hat?
Methylphenidat, wie auch Amphentamine müssten auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet werden, weil Menschen ohne ADHS darauf eine andere Wirkung haben. Bei „ Normalos“ können bei Einnahme dieser Medikamente Euphorie und Antriebssteigerung auftreten und das kann zu einer Abhängigkeit führen.