Hat GmbH einen Aufsichtsrat?
Seine Pflichten und Rechte bestimmen sich nach dem AktG. Die aktienrechtlichen Kompetenzen des Aufsichtsrats können nicht durch die Satzung der AG abgeschwächt werden. Die GmbH hat zwingend („obligatorisch“) einen Aufsichtsrat, wenn sie in den Anwendungsbereich des DrittelbG oder des MitbestG fällt.
Wer ist im Aufsichtsrat GmbH?
Anders als bei einer Aktiengesellschaft sieht das GmbH-Gesetz für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung keinen obligatorischen Aufsichtsrat. Ob für eine GmbH also ein Gremium zur Kontrolle der Geschäftsführung eingerichtet werden soll, obliegt der grundsätzlich der Entscheidung der Gesellschafter.
Wann muss ein Aufsichtsrat einer GmbH bestellt werden?
Zwingend einzurichten, also völlig unabhängig vom Willen der Gesellschafter, ist ein Aufsichtsrat immer dann, wenn die GmbH 500 oder mehr Arbeitnehmer hat und kein Tendenzunternehmen ist. Dies ergibt sich zum einen aus dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG, § 52 Abs.
Was tut ein Aufsichtsrat?
Übergeordnete Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, die Geschäftsführung zu überwachen und dabei treuhänderisch die Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner zu wahren.
Warum Aufsichtsrat bei GmbH?
Vorwiegend hat der Aufsichtsrat nach § 52 GmbHG in Verbindung mit § 111 Abs. 1 AktG die Aufgabe, die Geschäftsführung zu überwachen. Diese Aufgabe wird als unentziehbar bezeichnet; das bedeutet, dass dem Aufsichtsrat auch durch den Gesellschaftsvertrag diese Aufgabe nicht entzogen werden kann.
Kann eine GmbH einen Vorstand haben?
Während bei AG, KGaA und Verein der Vorstand keinerlei Weisungen Dritter unterliegt (§ 76 Abs. 1 AktG), ist die Geschäftsführung einer GmbH an die Weisungen der Gesellschafter gebunden (§ 37 Abs. 1 GmbHG). Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich und hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.
Wie setzt sich der Aufsichtsrat einer GmbH zusammen?
Sofern die Gesellschafter in der Satzung der GmbH keine anders lautenden Regelungen getroffen haben, setzt sich der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern zusammen. Abhängig von der Höhe des Grundkapitals kann er bis zu 21 Mitglieder (bei einem Stammkapital von mehr als 10 Millionen Euro) umfassen.
Wann muss ein Aufsichtsrat gebildet werden?
Ein Aufsichtsrat muss grundsätzlich bestellt werden, wenn zugleich das Stammkapital 70.000 Euro und die Anzahl der Gesellschafter fünfzig übersteigen oder wenn die Anzahl der Arbeitnehmer im Durchschnitt 300 übersteigt oder wenn bestimmte andere Voraussetzungen vorliegen.
Wann wird ein Aufsichtsrat benötigt?
Wann braucht eine GmbH einen Aufsichtsrat? Bei der GmbH ist ein Aufsichtsrat vorgeschrieben, sobald mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigt werden (obligatorischer Aufsichtsrat). Hat die GmbH eine Größe von 2000 Mitarbeitern überschritten, gilt das Mitbestimmungsgesetz (MitbestG).
Wann ist ein Aufsichtsrat bei einer Gesellschaft mbh notwendig?
Eine gesetzliche Pflicht zur Bestellung eines Aufsichtsrates besteht bei der GmbH dann, wenn entweder das Stammkapital € 70.000 und die Anzahl der Gesellschafter fünfzig übersteigt (praktisch selten) oder die GmbH mehr als 300 Arbeitnehmer hat.