Kann ein Gallenstein in den Darm gelangen?
Wenn die Gallensteine im abführenden Gallengang liegen, kann für die Diagnose eine endoskopische Gallengangdarstellung (ERCP) erforderlich sein. Dabei wird ein Endoskop über den Mund durch Speiseröhre und Magen bis zu dem Darmabschnitt vorgeschoben, an dem der Gallengang in den Dünndarm mündet.
Wie kommt ein Gallenstein raus?
Die meisten Gallensteine bilden sich in der Gallenblase. Gallensteine in den Gallengängen sind meist dorthin gewandert. Eine Verstopfung der Gallengänge begünstigt das Bakterienwachstum und kann so zu einer bakteriellen Infektion führen.
Was tun bei Gallensteine im Gallengang?
Die meisten Steine in den Gallengängen können während einer ERCP entfernt werden. Bei diesem Verfahren wird ein Instrument durch das Endoskop eingeführt, mit dem der Oddi-Sphinkter aufgeschnitten wird (wo der Hauptgallengang in den Dünndarm mündet) – dieser Eingriff wird endoskopische Sphinkterotomie genannt.
Wo geht der Gallenstein hin?
Bei den meisten Menschen mündet der Gallengang zusammen mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Zwölffingerdarm – den obersten Abschnitt des Dünndarms. Versperrt also ein Gallenstein die Mündung in den Darm, kann sich auch das Sekret der Bauchspeicheldrüse aufstauen.
Wann sollte man sich die Gallensteine operieren lassen?
Eine Gallenoperation vermindert auch das Krebsrisiko Es gibt noch einen Grund den Entschluss zur Operation zu fassen: wenn plötzlich eine Gewichtsabnahme eintritt, ohne dass man dies durch eine Kur herbeigeführt hat. Im Stoffwechsel sind Veränderungen vorgegangen, die nachteilige Folgen haben können.
Wie macht sich ein Gallenstein bemerkbar?
Eine Gallenkolik sind krampfartige, heftige Schmerzen im rechten Oberbauch, die typischerweise großflächig insbesondere in den Magen, Rücken und die Schulter ausstrahlen. Sie können wenige Minuten, aber auch mehrere Stunden dauern. Häufige Begleitsymptome sind Übelkeit und Erbrechen.