Was sind sandaufspülungen?
Sturmfluten im Winter setzen besonders den Inseln zu und reißen gewaltige Mengen Sand an den Küsten weg. Durch Sandaufspülungen werden Strände wieder aufgeschüttet. Es klingt jetzt schon nach einer Sisyphus-Arbeit, die sich jedes Jahr aufs Neue wiederholt.
Wie funktioniert Sandaufspülung?
Mittlerweile finden diese Sandaufspülungen jedes Jahr statt. Dafür saugt ein Spülschiff etwa acht Kilometer vor Sylt aus 15 bis 30 Meter Tiefe ein Wasser-Sand-Gemisch an Bord. Das Wasser fließt sofort ab, der Sand kommt in den Laderaum.
Was sind Grüppen an der Nordsee?
In Deutschland werden Lahnungen oft im Uferbereich des Wattenmeeres gebaut. Die dabei entstehenden Lahnungsfelder werden durch Gräben, sogenannte Grüppen oder Grüppel, entwässert. Die Grüppen werden linear ausgehoben und verlaufen meist rechtwinklig zur Küste.
Was steht vor Westerland im Meer?
Der Messpfahl vor Westerland ist ca. 40 Meter lang und ragt rund 15 Meter über die Wasseroberfläche empor. Er hat eine wichtige Funktion für das Monitoring der Sandumlagerungen zwischen Hörnum-Tief und Lister Tief.
Woher kommt der Sand in Sylt?
Die Strömung der Nordsee treibt den Sand an Sylts Westküste, wo sie sich vor Westerland in eine Nord- und eine Südströmung spaltet. Dort wandern kleine, unbeständige Sandinseln, lagern sich an den Strand, werden erneut mitgerissen. Bald bemerkten die Sylter, dass sich etwas veränderte.
Was sind das für Schiffe vor Westerland?
Schon seit 1972 wird der Sandverlust an der Westküste durch Sandvorspülungen ausgeglichen. Jedes Jahr holen die Hopperbagger bis zu eine Million Kubikmeter Sand aus dem Meeresboden, sieben Kilometer vor Westerland, und transportieren ihn an die Sylter Strände, den letzten Kilometer per Rohrleitung.
Woher kommt der Sand an der Nordsee?
Nach dem Abschmelzen des Eises gelangten durch Frost, Regen und Brandung die Überreste des Gletscherschutts in die Ostsee, wo sie immer feiner zerrieben wurden. Millionen Tonnen an feinem Sand wurden so vom Meer abtransportiert und in strömungsarmen Gebieten wieder abgelagert. Daraus entstanden die Sandstrände.
Wie verändert sich Sylt?
Die Insel bröckelt nur im Süden, insgesamt wächst sie – „fast auf ganzer Länge“, sagt Karsten Reise, Küstenforscher am Alfred-Wegener-Institut auf Sylt. Rund 20 bis 50 Meter breit sei der Sandzuwachs an Sylts Westküste. Mancherorts, etwa an der Nordspitze, zeigen Luftaufnahmen Sandhaken, die ins Meer wuchern.
Was machen die Schiffe vor Texel?
Mit diesen großen Saugbaggerschiffen, auch Hopperbagger genannt, wird Sand vom Meeresboden in einer Entfernung von ca. 12 km vor der Küste entnommen. In einem Gemisch von 30 % Sand und 70 % Wasser wird es in einen großen Schiffstank befördert. Das Wasser lässt man anschließend wieder ablaufen.