Woher kommt der Oelkaefer?

Woher kommt der Ölkäfer?

Heute leben mehr als 30 Arten aus der Familie der Ölkäfer in Mitteleuropa. Am häufigsten ist dabei der auch als Maiwurm bekannte Schwarzblaue Ölkäfer, der nun für Österreich, Deutschland und die Schweiz zum Insekt des Jahres 2020 gewählt wurde.

Wie sehen Ölkäfer aus?

Der Käfer wird 35 mm und größer. Das Männchen ist kleiner als das Weibchen und trägt geknickte Fühler, mit denen es das Weibchen bei der Paarung festhält. Der Violette Ölkäfer ist dick und hat stark verkürzte metallisch blau glänzende Deckflügel.

Ist der Schwarzblaue Ölkäfer giftig?

Der Ölkäfer ist giftig und scheidet bei Gefahr ein öliges Sekret – Cantharidin – zur Abschreckung aus. Laut Naturschutzbund (Nabu) schlüpfen die Ölkäfer nach der Überwinterung im Boden von März bis Mai. Die Art lebt an sandigen und offenen Stellen mit zahlreichen Bienennestern.

Wie wirkt das Gift des Ölkäfers?

Bei Berührung scheiden die Käfer an den Gelenken der Beine ein Sekret (sogenannte Hämolymphe) aus, das sie vor Fressfeinden schützen soll. Das darin enthaltene Cantharidin besitzt auch für die menschliche Haut reizende Wirkungen. Cantharidin wird mit dem Urin ausgeschieden.

Wer frisst Ölkäfer?

Andere Fressfeinde, wie Igel oder Vögel, sind gegen das Gift immun. Für einige Käfer-, Wanzen- und Gnitzenarten ist Cantharidin sogar sehr attraktiv. Diese Tiere suchen gezielt tote oder lebende Ölkäfer und ihre Ausscheidungen auf, fressen die Ölkäfer oder stechen sie an.

Wie überträgt der Ölkäfer sein Gift?

Im Ökosystem übernehme der Schwarzblaue Ölkäfer gerade aufgrund seiner Giftigkeit eine wichtige Schutzfunktion für andere Käfer, erklärt Beate Jessel: „Sein Gift wird in geringen Dosen an Larven, Eier und Puppen dieser Arten übertragen und rettet sie so vor Freßfeinden.

Ist der maiwurm giftig?

Bei den orange-bräunlichen Tropfen handelt es sich um sogenannte Hämolymphtröpfchen in denen sich die giftige Substanz Cantharidin befindet. „Bereits 0,03 Gramm davon oral aufgenommen wirken auf den Menschen tödlich“ (9). Wie Paracelsus schon wusste: Die Dosis macht das Gift. Und so ist es auch beim Cantharidin.

Können Ölkäfer Menschen töten?

In Honig zubereitet gehörten Ölkäfer zu den bekanntesten „Liebestränken“ zur Steigerung der sexuellen Potenz. Oftmals mit fatalen gesundheitlichen Folgen: Bereits ein einziger Käfer enthält eine tödliche Dosis Cantharidin für einen Erwachsenen, sagt Schmitt.

Wie übertragen Ölkäfer Ihr Gift?

Bei der Kopulation übertragen die Männchen das Gift auf die Weibchen, die auf diese Weise noch giftiger werden als zuvor. Die Weibchen bauen außerdem eine kleine Menge des Gifts als Fraßschutz in die Eier ein. Der Hauptwirkstoff des Ölkäfer-Gifts ist Cantharidin.

Welche Ölkäfer sind giftig?

Der Schwarzblaue Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) ist ein Sechsbeiner, er wird zehn bis 35 Millimeter lang und hat es in sich: Das auffällige Insekt enthält ein hochgradig wirksames Gift.

Kann ein Ölkäfer fliegen?

Die flugunfähigen Ölkäfer schützen sich mit Gift vor Fressfeinden. Spaziergängern und Gartenfreunden fallen Ölkäfer besonders in den Monaten April und Mai auf, wenn die plumpen und flugunfähigen Insekten langsam und schwerfällig über den Weg krabbeln.

Was macht ein Ölkäfer?

Die Imagines findet man auf Blüten, Blättern oder am Boden. Sie produzieren giftige Abwehrstoffe, die in ihrem Blut, der Hämolymphe, enthalten sind. Bei Gefahr können sie die Flüssigkeit aus Poren an ihren Beingelenken austreten lassen (Reflexbluten). Diese erinnert stark an Öltröpfchen und gab den Käfern ihren Namen.

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