Unter welchen Staaten wurde Afrika im Jahr 1884 aufgeteilt?
Es umfasste die heutigen Staaten Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Uganda, Kenia, Ruanda, Burundi, Tansania und Malawi sowie den Großteil von Zentralafrika, den Süden von Somalia, den Norden von Mosambik und Angola sowie kleinere Teile von Gabun, Kamerun, Südsudan, Äthiopien und Sambia.
Welche Länder waren bei der Kongokonferenz vertreten?
Insgesamt nahmen Vertreter von 14 Staaten an der Kongokonferenz teil: das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden-Norwegen, die USA, das Osmanischen Reich und Russland.
Wann wurde Afrika aufgeteilt?
Die koloniale Aufteilung Afrikas wurde 1912 durch die offizielle Erklärung Ägyptens zum britischen Protektorat (Schutzherrschaft) abgeschlossen.
Welche Folgen hatte die Kolonialherrschaft?
Mit bekannten Folgen: Die willkürliche Grenzziehung hat zu Grenzkonflikten geführt, aber auch dazu, dass es zu Konflikten zwischen zusammen gewürfelten Bevölkerungsgruppen gekommen ist; die kolonialen Herren haben gezielt korrupte heimische Co-Eliten aufgebaut, was zu einem nachhaltigen Verfall der politischen Kultur …
Wie wuchs die Sorge nach der Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire?
Nach der Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire im Jahre 1834 und im französischen Kolonialreich 1848 wuchs die Sorge, die lukrativen Plantagenkolonien beider Länder könnten durch einen Mangel an Arbeitskräften in den Ruin getrieben werden.
Was waren die Vertreter der afrikanischen Staaten zusammengekommen?
November 1884 bis zum 26. Februar 1885 unter dem Vorsitz des Reichskanzlers OTTO VON BISMARCK in Berlin. Dreizehn europäische Staaten sowie die USA und das Osmanische Reich waren vertreten. Offiziell waren die Vertreter zusammengekommen, um den freien Zugang für Handel und Mission in Afrika für alle Nationen festzulegen.
Was gehört zu den deutschen Kolonien in Afrika?
Zu den deutschen Kolonien in Afrika gehörten Togoland (heute Teile Ghanas und Togos), Kamerun, Deutsch-Südwestafrika (heute größtenteils Namibia) und Deutsch-Ostafrika (heute größtenteils Tansania ohne Sansibar, Burundi und Ruanda). Die Kolonien in Togo und Kamerun dienten hauptsächlich als Plantagen- und Handelskolonien.
Wie kam es in Afrika zur Verdrängung der Urbevölkerung?
Während es bei den Neuenglandkolonien, bei Kanada, Australien, Neuseeland, Argentinien und Chile zur Verdrängung der als unnötig und unbrauchbar angesehenen Urbevölkerung kam, blieben Kolonien in Afrika abhängig von einheimischen Arbeitskräften, so in Algerien oder Südafrika.