Welche Gefahren und Probleme gibt es beim Anbau von Reis?
Welche Folgen hat Reisanbau für die Umwelt? Reisanbau gehört zu den wichtigsten Quellen menschengemachter Methan-Emissionen. Laut öko-fair werden für ein Kilogramm Reis im Nassreisanbau 2.000 bis 5.000 Liter Wasser benötigt. Werden die Felder künstlich bewässert, kann dies zu einem sinkenden Grundwasserspiegel führen.
Was ist Nassreis?
Nassreis wird in küstennahen Gebieten, in Flusstälern und Schwemmebenen angebaut. Diese Anbauform ermöglicht bis zu drei Ernten im Jahr. Für ein gutes Gedeihen sollte der Wasserstand auf den Feldern überall gleich hoch sein. Man unterscheidet den Reisanbau mit natürlicher und künstlicher Bewässerung.
Warum Nassreisanbau?
Der Nassreisanbau ist eine effektive Anbaumethode für Reis, immerhin erzielt man drei Ernten pro Jahr. Viele Unkräuter und bodenlebende Schädlinge werden durch die Flutung am Wachstum gehindert, was der hauptsächliche Grund für den Wassereinsatz beim Reisanbau ist.
Wie funktioniert eine Reisterrasse?
Die Bewässerung der Reisterrassen funktioniert auch noch heute wie vor 3.000 Jahren. Ein ausgeklügeltes System aus Bambusrohren, Kanälen und kleinen Gräben verteilen das Wasser gleichmäßig von der obersten bis zur untersten Terrasse. Außerdem können durch das viele Wasser Unkraut und Schädlinge ferngehalten werden.
Warum ist Reis Klimaschädlich?
Reisanbau – nass und klimaschädlich Woher kommt die schlechte Klimabilanz? Das Hauptproblem liegt im nassen Anbau des Reises. Im stehenden Wasser entstehen Bakterien an den Pflanzenwurzeln und diese produzieren wiederum Methan. Dieser Methanausstoss ist keinesfalls nebensächlich.
Unter welchen Bedingungen wird Reis angebaut?
Als Sumpfpflanze braucht Reis ausreichend Wasser für ein optimales Gedeihen. Weiterhin ist ein warmes Klima erforderlich, die Temperaturen sollten während der Wachstumsphase zwischen 25 und 30° Celsius liegen.
Warum gibt es Reisterrassen?
Die Reisterrassen der Hani in Südchina gehören zu den ältesten und schönsten der Welt. Zusammen bilden sie ein nachhaltiges Landwirtschaftssystem: Zunächst dienen die Felder dem Reisanbau, 48 alte Sorten Reis gibt es hier noch. Die Reisterrassen schützen die Abhänge vor Erosion und Erdrutschen.
Wie entstehen Reisterrassen?
Zentrale Bedeutung kommt dem Wasser zu, wie Lin Chang erläutert: Über ein komplexes System von Kanälen fliesst es aus den oberhalb gelegenen Wäldern auf die Reisfelder. Durch die Mauern aus gestampftem Lehm werden Bambusrohre geschlagen, die mit einem Pfropfen verschlossen werden können.
Ist der Reisanbau eine Gefahr für das Weltklima?
Die hohe Reisproduktion ist nicht nur ein Segen für die Welternährung, sondern stellt auch eine Gefahr dar. Der Nassreisanbau hat nämlich einen großen Nachteil für das Weltklima. Der Reisanbau ist nach Schätzungen des Weltklimarats (IPCC) einer der Hauptgründe für steigende Emissionen von Methan.
Wie viel Reis wird in der Welt produziert?
Weltweit werden jährlich etwa 600 Millionen Tonnen Reis produziert und davon 92 Prozent für die menschliche Ernährung genutzt. Nur geringe Mengen werden in der Tierfütterung, in der Industrie und als Saatgut verwendet.
Wie viel Wasser braucht man für die Ernte von Reis?
Je nach Region, Kulturtechnik und Reissorte „kostet“ dies rund 3.000 bis 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm Reis. Erst kurz vor der Ernte lässt man das Wasser ablaufen. Nach der Ernte erfolgt eine Trockenperiode, in der die Felder abgebrannt, umgepflügt und von Unkraut befreit werden. In Europa ist Italien (Po-Ebene) der größte Reisproduzent.
Was sind die wichtigsten Reisanbaugebiete?
Die heutigen Reisanbaugebiete sind über alle fünf Kontinente verteilt. Aufgrund der verschiedenen Bedingungen, wie Klima, Wasserzugang und sogar Tradition, trägt jedes Anbaugebiet unterschiedlich zu der weltweiten Reisproduktion bei. Als Vorreiter in Sachen Reisanbau gehört Asien auch heute zu den wichtigsten Reisanbaugebieten.