Warum passiert El Nino?
Bei einem El-Niño-Ereignis kommt es zu einer Veränderung der Luftdruckverhältnisse: Über Südostasien erhöht sich der Luftdruck, im zentralen Pazifik sinkt er. Dadurch schwächen sich die Winddrift und damit auch der Wassertransport von Ost nach West immer weiter ab.
Wann war das letzte Mal El Nino?
Seit dem El Niño von 1997/98 traten El Niño-Ereignisse auf in den Jahren 2002-03, 2004-05, 2006-07, 2009-10, 2015-16 und 2019, sowie drei bedeutende La Niña-Ereignisse in den Jahren 1998-2001, 2007-09 und 2010-12, 2017-18.
Was passiert bei El Niño-Bedingungen?
Bei El-Niño-Bedingungen schwächeln die Passatwinde. Dann kippt die Thermokline ein Stück weit zurück in die Waagerechte – und vor der Westküste Südamerikas erwärmt sich das Wasser. Normalerweise herrschen dort kühle Meerestemperaturen, die Plankton und Fische gedeihen lassen.
Was passiert bei einem El Niño in Südamerika?
Da vor der Küste Südamerikas kein kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser mehr nach oben gelangt, bleiben bei einem extremen El Niño die Fische völlig aus. Dies hat schlimme Folgen für die Fischindustrie, die zahlreichen Robben und anderen Tiere. Ein El Niño Ereignis kann über ein Jahr andauern.
Wie verändert sich das Wetter im Pazifikraum?
Vor allem im Pazifikraum kann El Niño monatelang das Wetter durcheinanderbringen. Markant sind die veränderten Regenfälle: Bei El Niño herrscht über Indonesien und dem Osten Australiens Dürre. Ecuador und Teile der USA müssen derweil mit ungewöhnlich nassem Wetter rechnen.
Wie macht sich El Niño in Nordamerika bemerkbar?
In Nordamerika und selbst Europa macht sich El Niño in Form strengerer Winter bemerkbar. Den eisigen Winter 2009/2010 zum Beispiel führen einige Wissenschaftler auf das Phänomen zurück. Anderen Weltgegenden bescheren diese Zirkulationsanomalien ebenfalls Naturkatastrophen.