Können Kinder obdachlos sein?
Straßenkinder, junge Obdachlose und von Obdachlosigkeit bedrohte junge Menschen in Deutschland. In Deutschland gibt es aktuell mindestens 40.000 verzweifelte Minderjährige und junge Volljährige (bis 28 Jahre) pro Jahr, die akut von Obdachlosigkeit bedroht sind oder bereits auf der Straße sitzen.
Wie überleben Straßenkinder in Deutschland?
Täglich haben sie mit existentiellen Fragen nach Essen, Übernachtung und Körperhygiene zu tun. Sie verlernen mehr und mehr die grundlegenden Strukturen eines geregelten Tagesablaufs. Die Kinder betteln, stehlen oder prostituieren sich. Sie geraten zudem schnell in die Abhängigkeit von Alkohol und Drogen.
Wie leben Obdachlose Kinder?
Als Straßenkinder gelten auch Kinder, die gemeinsam mit ihrer ebenfalls obdachlosen Familie auf der Straße leben. Allerdings ist der Übergang häufig fließend, etwa bei Kindern, die nur zum Schlafen nach Hause gehen. Gemeinsam haben alle, dass sie den größten Teil des Tages auf der Straße verbringen.
Was wenn man keine Wohnung hat?
Wenn Sie wohnungslos geworden sind oder Ihnen Wohnungslosigkeit droht, wenden Sie sich am besten so schnell wie möglich bei einer Ambulanten Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe in Ihrer Nähe – die Adressen finden Sie hier oder im Telefonbuch. Die Mitarbeiter helfen Ihnen kompetent und unentgeltlich.
Wo können obdachlose Jugendliche hin?
Zumindest in größeren Städten gibt es Wohnungs-Hilfen und Notschlafstellen für von Obdachlosigkeit bedrohte Jugendliche. Diese können problemlos im Internet recherchiert werden. Auch die Jugendämter und andere Beratungsstellen für Jugendliche helfen hier weiter.
Wie leben Straßenkinder in Lateinamerika?
Straßenkinder in Südamerika schlafen unter Brücken oder in Ladenpassagen, leben von Diebstählen oder vom Verkauf ihrer Körper und greifen, um das zu vergessen, zu Drogen.
Wie kommen Obdachlose von der Straße?
Und in Deutschland sind die Kommunen rechtlich dazu verpflichtet, obdachlose Menschen kurzfristig in Notunterkünften oder sozialen Einrichtungen unterzubringen. Um Menschen langfristig von der Straße zu holen, muss allerdings genügend Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.
Warum sollte die Obdachlosenunterbringung beschränkt sein?
Deshalb kann die Obdachlosenunterbringung auf eine notwendige Unterkunft beschränkt sein, d. h., das Obdach sollte als Mindeststandard einen Raum zum Aufstellen der unentbehrlichen Einrichtungsgegenstände haben. Außerdem soll ein menschenwürdiger Aufenthalt mit entsprechender Lebens- und Haushaltsführung möglich sein.
Wie unterschieden wird Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit?
Begrifflich unterschieden wird dabei gemäß den Definitionen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO) zwischen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit: Als obdachlos bezeichnet man Menschen, die ohne Unterkunft auf der Straße oder öffentlichen Plätzen leben, sich in Verschlägen, Parks oder unter Brücken etc. aufhalten.
Wie geht es mit obdachlosen Menschen?
Obdach unterwegs – ein Team von StraßensozialarbeiterInnen – setzt daher auf den langfristigen Aufbau von Beziehungen zu obdachlosen Menschen. So kann es gelingen, sie für andere Angebote zu erwärmen – etwa unsere Tageszentren, in denen sie sich an sieben Tagen in der Woche von der Straße zurückziehen können.