Ist das Nachlassgericht nach einem Todesfall zum Erben gekommen?
Wenn das Nachlassgericht nach einem Todesfall feststellt, dass es kein Testament gibt, keine gesetzlichen Erben da sind oder alle Berechtigten das Erbe ausgeschlagen haben, erlässt es einen Fiskalerbschafts-Beschluss. Damit wird dann das Land zum Erben.
Ist der Vermieter verstorben und sind keine Erben vorhanden?
Ist der Wohnungsmieter verstorben und sind keine Erben vorhanden, stellt sich die Frage nach den offenen Zahlungen: Wer begleicht den Mietrückstand, die Nebenkostennachzahlung, die Kosten für die Räumung usw.? Hier bleibt dem Vermieter nur die Anmeldung der Forderung gegenüber dem Nachlasspfleger.
Ist die Suche nach potenziellen Erben nicht hinterlegt?
Auch aktuelle Adressen potenzieller Erben seien meist nicht hinterlegt. Dann setze das Gericht einen Nachlasspfleger ein, der die Suche nach den Erben veranlasst. Allerdings, so räumt der Rechtspfleger ein, wägt er ab, ob sich das lohnt.
Wie geht der deutsche Gesetzgeber auf das Erbrecht ein?
Der deutsche Gesetzgeber geht im Fünften Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches intensiv auf das Erbrecht ein und ermöglicht es künftigen Erblassern, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten. Aber nur die wenigsten Menschen machen tatsächlich hiervon Gebrauch und hinterlassen beispielsweise ein Testament, in dem sie ihren Nachlass regeln.
Was sind die Unterschiede zwischen Nachlass und Erbschaft?
Auch das Gesetz kennt beide Begriffe. In den erbrechtlichen Vorschriften des BGB ist meist von der Erbschaft die Rede, wenn es um die Rechtsstellung des Erben geht, vom Nachlass eher, wenn das auf die Erben übergegangene Vermögen gemeint ist. Von praktischer Relevanz sind etwaige begriffliche Unterschiede zwischen Nachlass und Erbschaft nicht.
Was passiert mit einem Nachlass-Fall in NRW?
Düsseldorf In manch einem Nachlass-Fall bekommt der Staat am Ende alles. Das passiert in NRW öfter als man denkt. Die Gründe sind vielfältig. Was geschieht mit dem Hab und Gut eines Menschen, wenn er stirbt, aber keine Verwandten hatte? Und wenn er auch niemandem mit einem Testament beglückt hat?
Welche typischen Rechtspositionen fallen nicht in den Nachlass?
Bestimmte typische Rechtspositionen sind nach dem Gesetz nicht vererblich und fallen deshalb nicht in den Nachlass. Beispielsweise erlischt der Nießbrauch an einer Sache, an einem Recht oder an einem Grundstück mit dem Ableben des Erblassers, § 1061 BGB.