Haben wir noch Neandertaler Gene?
Geschätzt 1 bis 4 % der DNA der Europäer und der Asiaten (Probanden französischer, chinesischer und papuanesischer Abstammung) stimmt mit der DNA der Neandertaler überein. Bei Probanden aus den Regionen südlich der Sahara (bei Probanden der Yoruba und der San) ließen sich diese Gene nicht nachweisen.
Sind Neandertaler wirklich ausgestorben?
Der Neandertaler (früher auch „Neanderthaler“, wissenschaftlich Homo neanderthalensis) ist ein ausgestorbener Verwandter des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens).
Wie veränderte sich der Lebensraum der Neandertaler?
Die Kälteperioden hätten den Lebensraum der Neandertaler so stark verändert, dass sie darin nur noch schwer überleben konnten. Mit jeder Extremkälteperiode ging die Zahl der Neandertaler weiter zurück. Der moderne Mensch konnte sich dagegen weiter ausbreiten, schreiben die Forscher im Fachjournal „PNAS“.
Warum war das Neandertaler Museum zu kalt und zu trocken?
„Es war zeitweise zu kalt und zu trocken, sodass sich das Nahrungsangebot für die Neandertaler reduziert hat und die Bevölkerung dadurch zurückgegangen ist“, sagt die stellvertretende Museumsdirektorin Bärbel Auffermann. Dieser Artikel wurde erstmals im August 2018 veröffentlicht.
Was war besonders auffallend beim Neandertaler?
Besonders auffallend war ihr Schädel: Er war lang gestreckt und flach. Im Schnitt war das Gehirn des Neandertalers größer als unseres. Das weit ausgezogene Hinterhaupt lässt darauf schließen, dass sein Gehörsinn besser ausgeprägt war und er möglicherweise auch besser sehen konnte, vor allem in der Dämmerung.
Wann kamen die Neandertaler überhaupt ans Licht?
Dass es die Neandertaler überhaupt gab, kam erst vor 150 Jahren ans Licht, als bei Mettmann im Neandertal ein Schädel des Urzeitmenschen gefunden wurde. Seitdem rätseln wir: Wer war unser entfernter Verwandter? Unter den kritischen Blicken der Wissenschaftler ist der Neandertaler manchmal arm dran.