Ist es sicher, online zu spielen?

Mit dem Siegeszug des Internets und immer größeren Bandbreiten haben sich zahllose Anwendungen in das Netz verlagert. Nicht nur die Arbeitswelt wäre heute ohne das Internet undenkbar, sondern auch zahllose Freizeitaktivitäten. Dazu gehören nicht nur das Online-Shopping, sondern auch das Gaming.

Doch je mehr die Welt den Vorteilen des Internets blind vertraut, desto stärker wird ihr bewusst, wie wichtig der Sicherheitsaspekt geworden ist. Im Netz lauern, ebenso wie in der realen Welt, Gefahren, die schnell teuer werden können. Gestohlene Passwörter und gesperrte Computer gehören zu jenen Risiken, mit denen sich niemand beschäftigen möchte, wenn es zu spät ist. Daher ist es auch beim Gaming wichtig, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit ein böses Erwachen ausbleibt.

Unterhaltungsbranche Nr. 1

Schließlich steigt die Zahl der Online-Spieler weiterhin von Jahr zu Jahr an. Die Branche hat weltweit betrachtet längst die Film- und Musikbranche überholt und ist mit einem Jahresumsatz jenseits der 150 Milliarden Dollar zur größten und wichtigsten des Unterhaltungssektors aufgestiegen. Das Wachstum schlägt sich in allen Teilbereichen nieder. Es betrifft nicht nur Games, sondern auch die Online-Casinos.

Dort setzt man auf klassische Tischspiele wie Roulette, Poker und Blackjack ebenso wie auf Live-Casinos und Spielautomaten. Doch die Gefahren für das sichere Spielen lauern längst nicht mehr beim Blackjack Karten zählen, sondern beim Umgang der Spieler mit der Technik. Denn die Anbieter selbst setzten seit langem auf zahllose Sicherheitsvorkehrungen, die das Online-Spielen sicher machen.

Dies betrifft nicht nur die Webseiten selbst, sondern vor allem die Zahlungsprozesse. Schließlich ist es für die Spieler wichtig darauf vertrauen zu können, dass die Ein- und Auszahlungen auf ihren Konten sicher und anonym ablaufen. Dementsprechend setzen die Online-Casinos auf hohe Verschlüsselungsstandards, die einen Zugriff von außen unmöglich machen sollen.

Doch die Schwachstelle im Umgang mit technischen Anwendungen ist oft der Mensch selbst. Angreifer setzen auf die Psychologie und Versprechen, die Anwender dazu bringen sollen, entweder Daten preiszugeben oder gefährliche Programm auf ihre Geräte herunterzuladen.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob man seinen Computer, sein Tablet, oder sein Smartphone zum Online-Spielen nutzt. Bei allen Endgeräten gilt es einige Regeln zu beachten, dann besteht keinerlei Gefahr unbewusst eine Sicherheitslücke für Angriffe zu öffnen. Hier gilt es zwei Problembereiche zu unterscheiden.

Technische Risiken

Die bekanntesten davon sind sicherlich Computerviren. Diese verstecken sich oft in E-Mail-Anhängen oder hinter Links, die über Nachrichten in Instant-Messaging-Programmen eintreffen. Sie können sich auch in Spieldateien oder in Software-Installations-Dateien verstecken, die Spieler auf ihren Geräten installieren.

Manche dieser Viren installieren in Folge bösartige Software auf dem Computer, Tablet oder dem Smartphone. Dies muss allerdings nicht immer automatisch ablaufen. Immer wieder versuchen Hacker sich die Kommunikation in Sozialen Netzwerken zunutze zu machen. Sie locken mit unglaublichen Angeboten und verleiten Spieler dazu, Links anzuklicken, um so die Software auf deren Rechnern zu installieren.

Wer auf einen Link klickt oder unbekannte Programme freiwillig auf seinem Rechner installiert, hat die Schadsoftware selbst ins Haus gelassen. Dies gilt sinngemäß auch für Spielserver. Diese könnten infiziert sein, ein Kontakt kann für den Spieler schädlich werden. Sicherheitslücken laden Hacker dazu ein, ihre Schadsoftware zu platzieren und so Gamer zu infizieren. Diese finden sich sogar in den Games selbst.

Jede Netzwerkverbindung mit anderen Computern birgt diese Gefahr in sich. Daher ist es auch beim Gaming wichtig, auf sichere und vertrauensvolle Webseiten zu setzen. Nur so können Spieler verhindert, dass sich Unbekannte ihrer Geräte bedienen oder sich Zugang zu persönlichen Daten, wie Bankdaten, verschaffen.

Soziale Risiken

Onlinegames sind schon lange keine einsamen sozialen Aktivitäten mehr. Ganz im Gegenteil hier hat sich eine blühende Szene entwickelt. Das führt auch zu sozialen Risiken. Die Online-Community spielt, chattet und verschickte Nachrichten sowie Dateien. Das können böswillige Personen für sich nutzen und versuchen sich Zugang zu verschaffen.

Ziel dieser Angriffe ist es zumeist persönliche Informationen abzufangen. Dies beginnt mit den Daten von Kreditkarten, geht über die Zugänge zum Online-Banking und reicht bis zum Diebstahl der Identität. Schadsoftware kann sich hinter Links, E-Mail-Anhänge, Programmen und in Sicherheitslücken befinden. Daher ist im Umgang mit Unbekannten grundsätzlich immer Vorsicht angebracht.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Doch dagegen kann man sich schützen. Schließlich käme niemand auf die Idee, sein Haus oder seine Wohnungstür offenstehen zu lassen. So wie man sein Eigentum schützt, sollte man auch im Umgang mit dem Netz vorgehen.

  • Zunächst ist der Einsatz einer Antiviren- und Antispyware-Software unumgänglich. Sie sorgt für einen Echtzeitschutz der Geräte.
  • Erhält man Nachrichten einer unbekannten Person, die einen Anhang enthält, sollte man diesen unter keinen Umständen öffnen. Dies gilt selbstverständlich auch für Nachrichten in Sozialen Netzwerken oder bei Instant-Messenger-Programmen.
  • Wer neue Software herunterlädt, sollte dies nur von vertrauenswürdigen Quellen, wie offiziellen Seiten tun. Eine Überprüfung der Installationsdateien durch die Antiviren-Software vor dem Entpacken ist dringend angeraten.
  • Betriebssystem und Webbrowser haben zahlreiche Sicherheits-Features vorinstalliert, diese sollten entsprechend konfiguriert sein.
  • Eine Firewall sorgt für zusätzlichen Schutz auf dem Gerät.
  • Persönliche und finanzielle Daten benötigen eine zusätzliche Sicherung, die keinesfalls auf dem betroffenen Gerät gespeichert sein sollte. Passwörter sollten niemals auf dem Gerät abgelegt werden, es sei den es handelt sich eines separat geschützten Passwort-Manager.
  • Passwörter sollten nicht einheitlich verwendet werden, dürfen keine persönlichen Daten, wie Geburtsdaten enthalten und sollten in regelmäßigen Abständen geändert werden. Keinesfalls darf man seine Passwörter fremden Personen überlassen. Dies gilt auch bei angeblichen Telefonanrufen der Bank, von Softwareanbietern oder der Polizei. Dahinter verbergen sich Hacker, die lediglich Daten erbeuten wollen.
  • Ein regelmäßiges Update der verwendeten Softwarepakete stellt sicher, dass sich diese auf dem jeweils letzten Sicherheitsstand befindet.

Darüber hinaus können beim Gaming spezifische Sicherheitslücken entstehen. Wenn ein Add-on oder ein scheinbar kostenloses Computerspiel den Administrator-Modus fordert, ist grundsätzlich Vorsicht angebracht. Dahinter könnte sich Schadsoftware verbergen. Hat diese erst einmal die Kontrolle im Administrator-Modus erlangt, ist es zu spät Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Noch immer fordern einige Browserspiele die Aktivierung von ActiveX oder JavaScript. Doch diese Aktivierung schwächt den Computer und erleichtert Angreifern den Zugang zu dem Gerät zu finden. Experten raten daher dringen davon ab. Ähnliches gilt sinngemäß für das freiwillige Reduzieren der Sicherheitseinstellungen der Firewall. Wer sich dafür entscheidet, wählt bewusst geringeren Schutz. Das Risiko eines Sicherheitsproblems steigt an.

Sicher spielen

Wer all diese Risiken vermeiden möchte, achtet darauf, dass er eine Antiviren- und Antispyware-Software installiert hat und diese regelmäßig aktualisiert. Eine Firewall sorgt für zusätzlichen Schutz. Vertrauensvolle Webseiten, Original-Software und seriöse Anbieter bieten Sicherheit. Der Benutzername sollte keinerlei Rückschlüsse auf den Spieler zulassen. Dies gilt auch für die Daten im persönlichen Profil. Wer seine Geräte verkauft oder verschrottet, sollte unbedingt zuvor darauf achten, dass alle seine Daten so gelöscht wurden, sodass sie nicht mehr wiederhergestellt werden können.

Mit diesen Sicherheitsvorkehrungen sorgen verantwortungsvolle Spieler dafür, dass das Gaming ein Vergnügen bleibt. Schließlich achten auch die Hersteller sowie seriöse Gaming-Anbieter sorgsam darauf, dass sie ihren Kunden eine sichere Spielumgebung bieten. Wer sich zuvor informiert, kennt die möglichen Risiken und kann sie mit einigen einfachen Sicherheitsvorkehrungen vermeiden.

Das sichere Spielen im Internet ist einfach zu realisieren. Der enorme technische Fortschritt wird das Online-Spielen weiter befeuern und in naher Zukunft zahlreiche aufregende Möglichkeiten bieten. Dazu zählen nicht nur Virtual Reality, sondern auch rasend schnelle Bandbreiten, die das mobile Spielen auf dem Smartphone in nie zuvor gekannte Sphären schießen wird. Wer sich der möglichen Risiken bewusst ist und vorsorgt, kann auch weiterhin sicher online spielen.

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