Kann eine Abfindung auf mehrere Jahre verteilt werden?
Entscheidend für die Besteuerung sei der Zeitpunkt, an dem das Geld dem Arbeitnehmer zugeflossen ist. Der Bundesfinanzhof in München urteilte, dass es rechtens sei, Abfindungen aus steuerlichen Gründen auf mehrere Jahre zu verteilen (Az.: IX R 1/09).
Wann hat man einen Anspruch auf eine Abfindung?
Die einzige gesetzliche Regelung findet sich in § 1a des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG). Danach hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Abfindung, wenn der Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung ausspricht und dem Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist eine Entschädigungszahlung anbietet.
Wie muss der Arbeitgeber die Abfindung versteuern?
Da die Abfindung mit dem normalen Gehalt ausbezahlt wird, müssen Sie sie grundsätzlich versteuern. Die Steuer auf die Abfindung führt Ihr Arbeitgeber direkt mit der regulären Einkommensteuer ab. Ähnlich wie bei einer Lohnerhöhung steigt dadurch Ihr Steuersatz an.
Wird die Fünftelregelung automatisch angewendet?
Wird die Fünftelregelung automatisch angewendet? Die Fünftelregelung beantragen müssen Sie nicht. Grundsätzlich ist es zunächst Aufgabe des Arbeitgebers, die Fünftelregelung bei der Auszahlung der Abfindung anzuwenden, wenn daraus ein Vorteil für Sie entsteht.
Ist der Arbeitgeber verpflichtet Abfindung zu zahlen?
Es ist zwar gängige Praxis, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern bei Kündigungen Abfindungen zahlen, ein genereller gesetzlicher Anspruch darauf existiert aber nicht. In den meisten Fällen wird die Abfindung vom Arbeitgeber freiwillig oder nach gerichtlicher Entscheidung gezahlt.
Wie wird eine Abfindung vom Arbeitgeber ausgezahlt?
Eine Abfindung ist seit dem 01.01.2006 grundsätzlich steuerpflichtig. Seitens des Arbeitgebers müssen daher die Lohnsteuer, Kirchensteuer usw. einbehalten und abgeführt werden. So wird häufig die Abfindung gemeinsam mit dem letzten Gehalt abgerechnet und ausgezahlt.
Wo muss ich die Fünftelregelung beantragen?
Wo beantrage ich die Fünftelregelung? Grundsätzlich müssen Sie die Fünftelregelung nicht beantragen. Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Fünftelregelung bei der Auszahlung der Abfindung anzuwenden, insofern Sie einen steuerlichen Vorteil davontragen.
Kann der Arbeitnehmer eine Abfindung bei einer Firmenübernahme erhalten werden?
Der Arbeitnehmer kann eine Abfindung bei Firmenübernahme erhalten, wenn er betriebsbedingt gekündigt wird. Der Schutz des § 613a Abs. 4 BGB ist nämlich nicht sonderlich umfassend. Es kann gerade im Rahmen einer Firmenübernahme zum Wegfall von Arbeitsplätzen kommen (s.o.).
Ist es sinnvoll, eine Abfindung anzubieten?
Manchmal kann es aber sinnvoll sein, eine Abfindung anzubieten: Etwa wenn der Arbeitgeber vermeiden will, dass der Angestellte gegen seine Kündigung klagt und vor Gericht zieht. Denn in Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern gilt für jeden…
Was ist eine betriebsbedingte Kündigung mit einer Abfindung?
Betriebsbedingte Kündigung mit einer Abfindung Der Arbeitnehmer kann eine Abfindung bei Firmenübernahme erhalten, wenn er betriebsbedingt gekündigt wird. Der Schutz des § 613a Abs. 4 BGB ist nämlich nicht sonderlich umfassend. Es kann gerade im Rahmen einer Firmenübernahme zum Wegfall von Arbeitsplätzen kommen (s.o.).
Kann der Arbeitnehmer eine Abfindung verlangen?
Wird die Firma verkauft, besteht keingesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Der Arbeitnehmer kann also nicht einfach eine finanzielle Entschädigung wegen der Firmenübernahme verlangen. Dennoch bestehen in den meisten Fällen gute Chancen auf eine Abfindung bei Betriebsübergang, sollte der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz verlieren.