Korkplatten – ein nachhaltiges Material mit unzähligen Einsatzmöglichkeiten

Kork wird derzeit in allen Bereichen wiederentdeckt, egal, ob als Baustoff oder als Werkstoff in der Mode und der Möbelindustrie. Allein Deutschland hat 2020 Kork und Korkwaren im Wert von über 115 Millionen US-Dollar importiert, weltweit waren es sogar Waren und Rohstoff im Wert von 1,9 Billionen US-Dollar. Aus ökologischer Sicht ist Kork ein sehr gutes Material, da die Korkeichenwälder nicht nur zahlreichen gefährdeten Tierarten Schutz und Zuhause bieten, sondern sie selbst trotz der Korkherstellung erhalten bleiben. Lediglich ihre Rinde wird geschält und verarbeitet. Nicht das ganze Material wird zu den klassischen Weinverschlüssen verarbeitet. Das Sortiment wird immer größer. 

Doch wie kann man Kork und Korkprodukte in den eigenen vier Wänden einsetzen?

Die Herstellung von Kork

Im Schnitt werden Korkeichen alle 10 Jahre geschält. Durch unterschiedliche Prozesse, wie etwa Erhitzen durch Wasserdampf oder Verarbeitung von Granulat, mit oder ohne Bindemittel können unterschiedliche Korkprodukte produziert werden.

Wie kann man Korkplatten einsetzen?

Wenn man den Begriff “Kork” hört, denkt man unweigerlich zuerst an den klassischen Weinflaschenverschluss oder aber Korkdeckel bei Vorratsgläsern. Doch gerade Korkplatten lassen sich in den eigenen vier Wänden vielfältig nutzen und für ein gutes Raumklima einsetzen. Kork reagiert stärker auf die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit im Raum.

Wanddekoration

Wer jetzt denkt, es gäbe nur eine Oberflächenstruktur bei Kork, der irrt. Es gibt Korkfliesen für die Wand in grober Ausführung oder fein gearbeitet, mit untergemischter Farbe oder im bekannten Naturton. Die Vorteile der Korkfliesen: Sie ziehen keinen Staub an und sind mit einem feuchten Tuch gut zu reinigen. Außerdem kann man Kork auch in Feuchträumen, wie etwa Bädern, gut verwenden. Ebenso lassen sich Korktapeten verarbeiten.

Dämmung

Kork ist ein Naturmaterial und daher als Dämmung sehr beliebt, da die Atmosphäre in den Räumen nicht durch Schadstoffe belastet wird.

Dünne Korkplatten können etwa als Trittschalldämmung am Fußboden eingesetzt werden, stärkere Platten gelten als Wandisolierung und können das Dach gegen die Kälte abschotten.

Es gibt sogar speziell bearbeiteten Kork, den sogenannten Sidings-Kork. Er ist aufgrund der Behandlung wasserfest und witterungsbeständig und kann so zur Fassadengestaltung eingesetzt werden.

Pinwand

Diese Variante ist der Klassiker: Eine Pinwand hatte wohl schon jeder mal Zuhause, zumindest während der Schulzeit. Heute werden sogar ganze Wände umfunktioniert. Ganze Teams können so ihre Arbeit sichtbar für alle dokumentieren oder ihre Ideen brainstormen. Die kleinere Ausführung für die eigenen vier Wände ist aber nach wie vor ein Verkaufsschlager: Gerade Familien organisieren so ihren Alltag, zwischen Fußballtraining, Kinobesuch und Schulstunden.

Böden

Als Trittschalldämmung, aber auch Bodenbelag war Kork schon vor ein paar Jahrzehnten bekannt, verlor aber mit der Zeit an Bedeutung. Jetzt erlebt der Korkboden ein Revival. Er ist sehr elastisch, was bei längerem Stehen den gesamten Körper entlastet. Grundsätzlich fühlt sich ein Korkboden auch warm an, wenn man barfuß durch die Wohnung läuft.

Lackierte Ausführungen sind bereits beim Kauf mit einer robusten Schutzschicht versehen, sodass sie nur noch verlegt werden müssen.

Wer die Vorteile eines Korkbodens möchte, aber die Holzoptik bei Bodenbelägen bevorzugt, der kann beides vereint ebenfalls erwerben, also Kork in Holzbodenoptik.

Extras

Wer in seinem Zuhause gern eine Stilrichtung konsequent verwirklichen will, der kann zum Korkboden auch passende Beistelltische wählen, das passt auch gut zu hochwertigen Holzmöbeln. Geht die Leidenschaft für dieses nachhaltige Material noch tiefer, gibt es Büroartikel und Globen aus Kork, Taschen und Gürtel, Kinderspielsachen und Gartenzubehör, wie Blumenkästen oder sogar Stoffe, Korkleder genannt, die man selbst weiterverarbeiten kann.

Kork-Recycling

Die Umwelt dankt jedem, der sich für Kork als Werkstoff entscheidet. Kork kann recycelt werden und ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

Sogar dem Vogelschutz dient der Kork, wenn auch nur indirekt. Der Naturschutzbund Deutschland, kurz NABU, ruft in seiner KORKampagne dazu auf, Korkverschlüsse zu sammeln und an speziellen Sammelstellen abzugeben. Menschen mit Behinderungen und andere Mitarbeiter in gemeinnützigen Werkstätten gewinnen daraus wieder Granulat. Das kann gewinnbringend verkauft werden. Der Gewinn wird in den Schutz der Kraniche in Deutschland und Spanien investiert.

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