Warum führen Bleiverbindungen zu einer akuten Vergiftung?
Bleiverbindungen zu einer akuten Bleivergiftung; dagegen führt eine Bleidosis ab etwa 1 mg pro Tag über die Nahrung nach längerer Zeit zu einer chronischen Vergiftung, weil Blei nur langsam ausgeschieden wird und sich deshalb im Körper (vor allem in den Knochen anstelle von Calcium) anreichert.
Wie hoch sind die Blei-Höchstgehalte für Lebensmittelgruppen?
Für viele Lebensmittelgruppen existieren von der Europäischen Gemeinschaft individuell festgelegte Blei-Höchstgehalte, die beispielsweise zwischen 20 µg/kg für Milch und 1500 µg/kg für Muscheln liegen können.
Warum sollte der Bleispiegel bei Kindern und Schwangeren überschritten werden?
Da man in Tierversuchen und breit angelegten Studien bei Kindern und Schwangeren schon ab etwa 150 µg/l Blei im Blut Hinweise darauf gefunden hat, dass IQ und Lernverhalten beeinträchtigt sind, sollte laut WHO ein Blutbleispiegel von 100 µg/l in 98 % der Bevölkerung (Kinder eingeschlossen) nicht überschritten werden.
Was sind die Symptome einer chronischen Vergiftung durch Blei?
Dies sind typische Anzeichen einer akuten und starken Vergiftung durch Blei. Die Symptomatik ist auch von der Dauer der Vergiftung abhängig, so treten bei einer chronischen Vergiftung beispielsweise auch Appetitlosigkeit, Schlappheit, Angstzustände, Muskelschmerzen und Bluthochdruck auf.
Wie lange dauert das Blei in den Knochen und Zähnen?
Das Blei in diesen Depots wird entweder ausgeschieden oder als Bleiphosphat anstelle von Calciumphosphat in die Knochen und Zähne eingelagert. Dort bildet es ein sehr langlebiges Depot mit einer Halbwertszeit von 5–20 Jahren. Bei Erwachsenen befinden sich 90 % des Bleis im Körper in den Knochen, bei Kindern nur 60 %.
Was beeinträchtigt das Blei?
Wie die Chemiker herausfanden, beeinträchtigt das Blei zum einen das Protein Calmodulin. Dieses Enzym ist am Transport von Kalzium beteiligt. Kalzium ist in Nerven und Muskeln aktiv.