Was beinhaltet Arbeitsschutz speziell in der Pflege?
Schutzkleidung, Arbeitskleidung & Co: Wo liegen die Unterschiede? Laut Arbeitsschutzgesetz ist das Tragen von Schutzkleidung bei verschiedenen Tätigkeiten Vorschrift beim Gesundheitsschutz der Pflegekräfte. Auch Patienten einer Einrichtung oder Pflegekunden sind durch diese Maßnahmen besser geschützt.
Welche Unfallverhütungsvorschriften gibt es in der Pflege?
Gefahrstoffverordnung. Lastenhandhabungsverordnung. Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge. Unfallverhütungsvorschrift – Grundsätze der Prävention | DGUV-Vorschrift1.
Was darf während der pflegerischen Tätigkeit nicht getragen werden?
Keine Uhren und Schmuckstücke an den Armen und Händen bei medizinisch-pflegerischen Tätigkeiten. Unlackierte und kurz geschnittene Fingernägel. Lange Haare zu einem Zopf binden oder flechten.
Wie nennt sich das Regelwerk für die Handhabung der Pflege?
Die Pflegedokumentation ist die schriftliche Fixierung der geplanten und durchgeführten Pflege sowie die Dokumentation einzelner Schritte der Pflegeplanung. Sie ist ein zentrales Arbeitsmittel der professionellen Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege.
Wann wird die Pflegedokumentation eingesetzt?
Die Pflegedokumentation wird in der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege eingesetzt. In ihr wird schriftlich festgehalten, welche Maßnahmen im Rahmen des Pflegeprozesses geplant und durchgeführt wurden.
Was ist bei der Körperpflege zu beachten?
Beginnen Sie mit dem Waschen der Augen mit klarem Wasser, vom äußeren zum inneren Augenwinkel hin. Dann folgen das Gesicht, Ohren und Hals, Arme, Hände, Brust und Bauch einschließlich des Nabels. Jedes Körperteil wird nach dem Waschen sofort abgetrocknet und nach Bedarf gleich eingecremt.
Was ist wichtig bei der Körperpflege?
Die Körperpflege gehört zu unseren Grund-Bedürfnissen. Sie dient der Reinigung und sorgt für ein gutes Körpergefühl. Sie trägt aber auch dazu bei, die Haut gesund zu halten. Die Haut ist unser größtes Organ und hat viele lebenswichtige Funktionen.
Was sind die Ziele der Körperpflege?
Ziel ist die Verhütung von Krankheiten und die Erhaltung und Festigung der Gesundheit (Hygiene). Im weiteren Sinne dient die Körperpflege auch der Erhaltung und Steigerung des Wohlbefindens und der Attraktivität.
Welche prophylaxen werden direkt bei der Körperpflege durchgeführt?
Inhalte
- Pneumonieprophylaxe.
- Thromboseprophylaxe.
- Dekubitusprophylaxe.
- Kontrakturenprophylaxe.
- Intertrigorprophylaxe.
Warum sind prophylaxen in der Pflege wichtig?
Prophylaktische Maßnahmen haben das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu vermeiden. Da bei pflegebedürftigen Personen in der Regel schon Grunderkrankungen vorliegen, ist Prophylaxe zur Vermeidung neuer Krankheitsbilder besonders wichtig.
Was ist zu beachten wenn in der Pflege prophylaktisch gearbeitet wird?
Ein wichtiger Baustein guter Pflege ist dabei die Vermeidung zusätzlicher Erkrankungen – die sogenannte prophylaktische Vorbeugung. Nebenerkrankungen, die aus ungenügender Pflege resultieren, verursachen neue Probleme. Das können zum Beispiel Schmerzen, unangenehme Gerüche und behandlungsbedürftige Nebendiagnosen sein.
Welche prophylaxen bei Pneumonie?
Maßnahmen der Pneumonieprophylaxe zielen vor allem auf eine Vertiefung der Atmung und die Verflüssigung und Entfernung zähen Sekretes aus den Atemwegen ab. In Frage kommen die möglichst frühe Mobilisation nach Operationen, geeignete Lagerung der Patienten sowie Vibrationsmassage und Krankengymnastik.
Welche Atemunterstützende Maßnahmen gibt es?
Atemunterstützende Lagerungen sind: A-Lage, V- Lage, T-Lage, I-Lage, Halbmondlage, Seitenlage, Rückenlage, Kutschersitz und Oberkörperhochla- gerung. Unter ▶ atemvertiefenden Maßnahmen werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu geeignet sind, ei- ne größere Atemtiefe zu erreichen.
Welche Teile der Lunge sind bei einer Pneumonie betroffen?
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine akute oder chronisch verlaufende Entzündung der Lungenbläschen (alveoläre Pneumonie) und/oder des Lungengewebes (interstitielle Pneumonie). Dabei kommt es zu einer Anschwellung und vermehrten Durchblutung des betroffenen Lungenareals.
Wie kann man im Krankenhaus eine Lungenentzündung bekommen?
Bei einer nosokomialen Lungenentzündung kommen Krankheitserreger infrage, die sonst selten eine Lungenentzündung auslösen. Typische Bakterien für Infektionen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen sind etwa Staphylokokken, bestimmte Darmbakterien wie Enterokokken und ungewöhnliche Keime wie Pseudomonas aeruginosa.
Was ist tödlich an einer Lungenentzündung?
Zwei Drittel der im Krankenhaus erworbenen Infektionen, die tödlich verlaufen, sind Pneumonien. Insgesamt geht man davon aus, dass in Deutschland jährlich ca. 40.000 bis 50.000 Todesfälle durch schwere Lungenentzündungen verursacht werden.
Was ist an einer Lungenentzündung so schlimm?
Eine Lungenentzündung kann manchmal zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen – vor allem bei Menschen, die durch eine andere Krankheit bereits geschwächt sind. Auch Babys und älteren Personen kann eine Lungenentzündung gefährlich werden.
Kann man mit einer Lungenentzündung sterben?
Lungenentzündung ist ansteckend, die Bakterien werden beim Husten oder Niesen übertragen. Eine Lungenentzündung ist unangenehm und strengt den Erkrankten oft sehr an, zumeist aber ist sie nicht lebensgefährlich. Vor allem sehr alte Menschen können jedoch daran sterben, wenn ihr Kreislauf die Belastung nicht erträgt.
Wie lange lebt man mit einer Lungenentzündung?
In der Regel ist eine klassische Lungenentzündung nach zwei bis drei Wochen ausgeheilt, wenn die Behandlung mit den Medikamenten anschlägt und keine Komplikationen entstehen.
Wie viele Menschen sterben an Pneumokokken?
Rund 270.000 bis 290.000 davon müssen im Krankenhaus behandelt werden – vier bis dreizehn Prozent dieser Patientinnen und Patienten versterben. Sowohl die Erkrankungsrate als auch die Sterblichkeit sind bei einer Lungenentzündung abhängig von Alter und Begleiterkrankungen.
Wie viele Menschen sterben jährlich an Lungenentzündung in Österreich?
Einer Presseaussendung aus dem Jahr 2017 zum Thema Lungenentzündung ist zu entnehmen: „Bis zu 100.000 Menschen erkranken in Österreich jährlich daran, etwa 39.000 werden mit der Diagnose ‚Lungenentzündung‘ entlassen – mit einer Sterberate von etwa 10 Prozent, also 3.900 Todesfällen.
Wie bekommt man eine Lungenentzündung weg?
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) wird fast immer mit Antibiotika behandelt. Allerdings helfen diese nur, wenn Bakterien die Erkrankungsursache sind, nicht aber, wenn es sich beim Erreger um ein Virus handelt.