Was benötigt man für eine Zwangseinweisung?
Gefährdung als Voraussetzung Erste Voraussetzung für eine Zwangseinweisung ist nämlich, dass die Person durch ihre psychische Erkrankung in erheblichem Maß die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder auch ihr eigenes Leben, zumindest aber ihre Gesundheit gefährdet.
Wie lange muss ich in der Psychiatrie bleiben?
Laut Brühwiler kann der Aufenthalt je nach Diagnose von 24 Stunden bis zu mehreren Monaten reichen, je nach Schwere und Art der psychischen Erkrankung.
Wer stellt dem Psychiater sein Wissen zur Verfügung?
Der Psychiater stellt dem Gericht sein Wissen zur Verfügung. Das Gericht urteilt selbstständig und nach eigener Überzeugung. Als Psychiater bin ich in meiner ursprünglichen Rolle Behandler. Zwischen Psychiater und Patient besteht ein kuratives Verhältnis. Das bedeutet, der Psychiater muss dafür Sorge tragen, dass es dem Patienten besser geht.
Ist es groß genug für eine Abklärung beim Psychiater?
Wenn Ihr Problem groß genug ist, um Sie zu bedrücken, dann ist es auch groß genug für eine Abklärung beim Experten. Manchmal kann sogar ein einziges Gespräch mit einem Psychiater helfen, unter Umständen ist dann ein einmaliger Termin ausreichend und keine weitere Therapie notwendig.
Wie kann der Psychiater eine Psychotherapie beginnen?
Der Psychiater kann beurteilen, ob ein Medikament wirklich notwendig ist und gegebenenfalls Alternativen aufzeigen. Unter Umständen wird er Ihnen raten, eine Psychotherapie zu beginnen. Die Entscheidung, ob Sie nun lieber zum Therapeuten oder Psychiater gehen sollten, kann also gemeinsam mit einem Experten getroffen werden.
Was muss ich als psychiatrischer Gutachter tun?
Als psychiatrischer Gutachter befasse ich mich mit der schwierigen Frage, was im Kopf eines Menschen vorgeht, wenn er eine Straftat begeht. Dazu muss ich über gute Fachkenntnisse verfügen und stets ein objektiver und unabhängiger Untersucher sein.