Was beschreibt der Begriff Lebensdauer eines radioaktiven Kerns?
Die Halbwertszeit ist in der Kernphysik diejenige Zeitspanne, in der die Menge eines bestimmten radioaktiven Nuklids auf die Hälfte gesunken ist, das heißt sich in andere Atome umgewandelt hat. Für jedes Nuklid ist die Halbwertszeit eine Konstante.
Was versteht man unter der Aktivität eines radioaktiven Stoffes?
Definition der Aktivität Die Aktivität A eines radioaktiven Präparates dient zur Charakterisierung der „Stärke“ der Strahlungsquelle. Die Aktivität A gibt dabei die Anzahl der Zerfälle ΔN in einer radioaktiven Quelle pro Zeitintervall Δt an.
Was ist eine Zerfallskette Physik?
Eine Zerfallsreihe im allgemeinen Sinn ist die Abfolge der nacheinander entstehenden Produkte eines radioaktiven Zerfalls. Sie bildet sich, indem ein Radionuklid sich in ein anderes, dieses in ein drittes umwandelt usw. („zerfällt“).
Was ist die Aktivität eines Stoffes?
Die Aktivität eines Körpers oder einer Strahlungsquelle gibt an, wie viele Atomkerne in einer bestimmten Zeit zerfallen und dabei radioaktive Strahlung abgeben. Benannt ist die Einheit der Aktivität nach dem Entdecker der natürlichen Radioaktivität, dem französischen Physiker HENRI BECQUEREL (1852-1908).
Was ist das Gesetz des radioaktiven Zerfalls?
Das Gesetz des radioaktiven Zerfalls ist ein universelles Gesetz, das das statistische Verhalten einer großen Anzahl von Nukliden beschreibt. Wie bereits geschrieben, ist der radioaktive Zerfall ein zufälliger Vorgang auf der Ebene einzelner Atome, da nach der Quantentheorie nicht vorhergesagt werden kann, wann ein bestimmtes Atom zerfallen wird.
Wie viele Atome zerfallen in der ersten Sekunde?
In der Sekunde, die auf den gewählten Zeitpunkt folgt, zerfallen also 10 500 Atome radioaktiv. Danach ändert sich die Aktivität, denn es sind weniger Atome vorhanden, nämlich 150 000 − 10 500 = 139 500. Also gilt für die zweite Sekunde: Die Aktivität verändert sich mit der Anzahl noch vorhandener radioaktiver Atome.
Wie verändert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Zerfall?
Da sich die Wahrscheinlichkeit für einen Zerfall nicht verändert, zerfällt pro Zeiteinheit in guter Näherung der gleiche Anteil der noch vorhandenen Atome. Die Aktivität ist damit proportional zur Anzahl der noch vorhandenen Atome.
Was ist die Strahlung von Radionukliden?
Bei natürlichen und künstlich hergestellten Radionukliden kann auch eine Strahlung auftreten, bei der Teilchen mit der Masse eines Elektrons aber mit positiver Ladung herausgeschleudert werden. Es handelt sich um Positronen. Wenn sich im Kern ein Proton in ein Neutron und in ein Positron umwandelt, entsteht die sog. β + -Strahlung.