Was bezeugt ein Zeugenberg?
In Zeugenbergen schützt die flache, aber steilwandige Kappe aus dem Stufenbildner die weniger resistenten Gesteine der Sockelbildner vor Erosion. Ein Zeugenberg bezeugt, dass die Schicht des Stufenbildners ursprünglich über die heutige Schichtstufe hinaus vorhanden war.
Wie entsteht ein Zeugenberg?
Klassische Zeugenberge entstehen in Schichtstufenlandschaften mit flach einfallenden Schichten durch die Erosionstätigkeit parallel zum Streichen verlaufender Flüsse (sogenannte subsequente Flüsse). Erst nach einer deutlichen Trennung von der Hauptstufe redet man von einem Zeugenberg.
Wo ist der Zeugenberg?
Im Nordosten liegen vor dem heutigen Albtrauf die drei Kaiserberge, so genannte Zeugenberge. Sie sind keine Vulkankegel, sondern bestehen aus härterem Gestein als der Rest der Schwäbischen Alb und haben so der Erosion besser widerstanden, die den Albtrauf bis heute immer weiter zurückweichen lässt.
Was bilden Kuppenalb und Flächenalb zusammen?
Kuppelalb und Flächenalb nennt man zusammen die Albhochfläche. Die Schwäbische Alb ist wie eine Platte aufgebaut, die von Nordwesten nach Südosten abkippt und aus verschiedenen Gesteinsschichten besteht, die das Jurameer dort zurück gelassen hat.
Was bedeutet Kuppenalb?
Der westliche Bereich der Schwäbischen Alb ist von zumeist bewaldeten Kuppen übersät. Diese sind die Reste einstiger Korallenriffe des Jurameeres, das vor etwa 150 Millionen Jahren Süddeutschland bedeckte. Da diese Erhebungen das Landschaftsbild prägen, wird dieser Teil der Schwäbischen Alb Kup- penalb genannt.
Wie entsteht eine Schichtstufe?
Eine Schichtstufenlandschaft entsteht, wenn Schichtpakete morphologisch harter und weicher Gesteine flach geneigt sind und ungleich abgetragen werden. Dadurch wird die harte Schicht unterhöhlt und bricht nach. Es entsteht eine Kante, die immer weiter zurückwandert (rückschreitende Erosion).
Wie entstand das süddeutsche Schichtstufenland?
Das Südwestdeutsche Stufenland ist Teil eines Antiklinal-Stufenlandes, das sich vom Böhmerwald bis ins Pariser Becken erstreckt. Dieses Antiklinal-Stufenland entstand durch tektonische Aufwölbung der Erdoberfläche zwischen Paris und Böhmerwald.
Wo ist die Kuppenalb?
In der Geologie wird als Kuppenalb der zentrale, hochgelegene Teil der Schwäbischen Alb bezeichnet, der nördlich der Klifflinie liegt, welche annähernd dem Donautal folgt. Geologisch ist sie (nach Dongus 1972) ein verkarsteter Tafelrumpf in den Massen- und Schichtkalken des oberen Malms.
Was war das Jurameer?
Vor 200 Millionen Jahren erstreckte sich dort, wo heute die Schwäbische Alb das Landschaftsbild Süddeutschlands prägt, ein Meer – das Jurameer. Circa 50 Millionen Jahre lang war, bis auf wenige Inseln, ganz Europa davon überflutet. Es war tropisch warm.
Wie entsteht eine Flächenalb?
Sie entstehen durch Zerschneidung und Erosion. Sie „zeugen“ davon, dass die Schichtstufe ursprünglich weit vor der heutigen Schichtstufe liegt. Ihre Gipfel bestehen aus Resten der harten Kalkschicht. Sie schützt den darunter liegenden weichen Mergel vor schneller Abtragung.
Wie sind die Schichtstufen der Schwäbischen Alb entstanden?
Infolge von Niederschlägen und Wind wurden, begünstigt durch die Schrägstellung, die einzelnen Schichten von ihren Rändern her abgetragen und wieder freigelegt. Auf diese Weise ist die schwäbische Schichtstufenlandschaft mit ihren Großlandschaften Schwarzwald, Obere Gäue bis hin zur Schwäbischen Alb entstanden.
Wie entstand das Schichtstufenland?
Wie entsteht eine Schichtstufenlandschaft? Eine Schichtstufenlandschaft entsteht, wenn Schichtpakete morphologisch harter und weicher Gesteine flach geneigt sind und ungleich abgetragen werden. Morphologisch hart sind die wasserdurchlässigen Gesteine wie Kalk und Sandstein. Sie bilden Steilstufen.