Was ist das Glioblastom bei Erwachsenen?
Das Glioblastom (auch Glioblastoma multiforme) ist der häufigste bösartige hirneigene Tumor bei Erwachsenen. Das Glioblastom weist feingewebliche Ähnlichkeiten mit den Gliazellen des Gehirns auf und wird aufgrund der sehr schlechten Prognose nach der WHO-Klassifikation der Tumoren des zentralen Nervensystems als Grad IV eingestuft.
Warum ist das Glioblastom nicht heilbar?
Glioblastom Prognose. Bislang gilt das Glioblastom als nicht heilbarer Tumor. Dies bedeutet, dass trotz Operation, Bestrahlung und Chemotherapie mit dem Wiederauftreten (Rezidiv) der Erkrankung zu rechnen ist. Da das Glioblastom zu den schnell wachsenden Tumoren zählt, kehren die Krankheitssymptome relativ rasch, binnen weniger Monate, wieder.
Wie häufig ist das Glioblastom bei Männern aufgetreten?
Dennoch stellt das Glioblastom den häufigsten aggressiven hirneigenen Tumor bei Erwachsenen dar. Glioblastome treten etwas häufiger bei Männern als bei Frauen auf (im Verhältnis 1,6 zu 1). Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 55 und 65 Jahren, kann aber auch ältere oder jüngere Menschen betreffen.
Wie reagieren gesunde Tumorzellen auf die Bestrahlung?
Gesunde Zellen reagieren auf die Bestrahlung anders als Tumorzellen. Zusätzlich zur Bestrahlung gehört zur Standardbehandlung des Glioblastoms eine Chemotherapie mit dem Medikament Temozolomid. Temozolomid hindert die Tumorzellen daran, sich zu vermehren. Temozolomid gehört unter den Chemotherapeutika (Zytostatika) zu den sogenannten Alkylanzien.
Inhaltsverzeichnis →. Das Glioblastom (Grad 4) ist mit 15-20 % der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen und leitet sich von den Stützzellen der Nervenzellen ab. Das durchschnittliche Alter der Patienten liegt zwischen 45 und 70, wobei auch jüngere Menschen daran erkranken können.
Wie lange dauert die Lebenserwartung eines Glioblastoms?
Je nach Art des Glioblastoms geht man selbst unter Therapie von einer Überlebensdauer von wenigen Monaten bis maximal 2 Jahren aus. Das Endstadium der Erkrankung ist kein starr definierter Zeitraum, jedoch lässt sich Folgendes dazu sagen: Wenn man von einem Endstadium spricht, beträgt die Lebenserwartung meist nur noch wenige Wochen oder Monate.
Was ist eine Wesensveränderung bei Glioblastom?
Wesensveränderung bei Glioblastom. Tumore, die sich im Frontallappen ausbreiten, können zu ausgeprägten Veränderungen des Wesens führen. Aggressive Ausbrüche, verbale Entäußerungen und Zerfahrenheit können die Folge sein. Die Wesensveränderung ist eine sehr individuelle Symptomatik und verläuft daher bei jedem Betroffenen etwas anders.
Wie entwickeln sich epileptische Anfälle bei Glioblastom?
Meist plötzlich, innerhalb weniger Wochen, können sich bei einem Glioblastom epileptische Anfälle entwickeln. Diese äußern sich durch einen kurzzeitigen Bewusstseinsverlust, der mit einem Krampfanfall einhergeht.
Was ist der Begriff „Glioblastome“?
Der Begriff „Gliom“ deutet noch auf die Vermutung hin, dass Glioblastome dem Stützgewebe des Nervensystems, den sogenannten Gliazellen, entstammen. Aufgrund seiner Eigenschaften stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Glioblastome als Grad-IV und damit als aggressiven Tumor ein.