Was ist der Ehevertrag?
Die Ehe, der Ehevertrag, ist seit Menschengedenken die Grundlage dafür, Verwandtschaften einzugehen und das Verhältnis von Mann und Frau zu regeln. Die Ehe der Beliebigkeit preiszugeben führt nicht zu mehr Freiheit, sondern zu mehr Rechtsunsicherheit.
Was ist die Verfügungsbeschränkung der Ehegatten?
Die in § 1365 Abs. 1 angeordnete Verfügungsbeschränkung der Ehegatten stellt ein absolutes Verfügungsverbot dar, da der Familienschutz höher eingestuft wird als der Verkehrsschutz. BGH Urt. v. 13.11.1963 (Az. V ZR 56/62) = BGHZ 40, 218.
Wie kann jeder Ehegatte sein Vermögen verwalten?
Nach § 1364 Hs. 1 kann jeder Ehegatte sein Vermögen und seine Einkünfte selbständig verwalten. Zur Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlage der Familie und des Zugewinns wird dieser Grundsatz durch § 1364 Hs. 2 dahin eingeschränkt, dass die Ehegatten in der Verwaltung ihres Vermögens nach §§ 1365 ff. beschränkt werden.
Wie kann ein Ehegatte ohne Zustimmung des anderen Ehegatten geltend machen?
Verfügt ein Ehegatte ohne die erforderliche Zustimmung des anderen Ehegatten über sein Vermögen, kann nach § 1368 auch der andere Ehegatte die Rechte ( §§ 985, 894) gerichtlich geltend machen, die sich aus der Unwirksamkeit der Verfügung gegen den Dritten ergeben (revokatorische Klage).
Wann gibt es das Konzept der Ehe?
Das Konzept der Ehe gibt es schon länger als Menschen überliefert können, weswegen über ihre Anfangsformen nur Theorien aufgestellt werden können. Wahrscheinlich gab es in den frühsten Tagen der Menschheit freie, wechselnde Partnerschaften, aus denen sich allmählich die Gruppenehe entwickelte.
Welche anderen Eheformen existieren?
Die zwei anderen Eheformen, die Fiedelehe und die Kebsehe, konnten neben der Muntehe existieren, boten aber keine Absicherung für die Braut, weil dem Ehemann keinerlei Verpflichtungen zufielen.
Wie ist die Ehe in der Antike verstanden?
Wie dem auch sei, in vielen Teilen des antiken Europas wurde die Ehe als Vertrag zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts mit dem Ziel der Reproduktion verstanden. Unsere Vorstellung der heutigen Ehe wurde größtenteils vom Christentum geformt, obwohl die Christen weder die Ehe erfunden haben, noch ein Monopol auf ihr besitzen.
Was sind eheliche Pflichten und Familienrecht?
Eheliche Pflichten und Familienrecht. Innerhalb der Ehe besteht gem. §1353 e) die Pflicht aufeinander Rücksicht zu nehmen und daraus folgend ist jeder Ehepartner auch verpflichtet, die Würde und Ehre des anderen zu achten. Die Würde des Menschen stellt sowieso ein Grundrecht dar: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Wie lange sind sie mit ihrem deutschen Ehemann verheiratet?
Sie sind seit mindestens zwei Jahren mit Ihrem deutschen Ehemann oder Ihrer deutschen Ehefrau verheiratet. Ihr Ehemann beziehungsweise Ihre Ehefrau hat seit mindestens zwei Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit und besitzt diese auch zum Zeitpunkt der Einbürgerung.
Ist die Ehe nur für geschlechtsverschiedene Personen vorgesehen?
Ursprünglich war die Ehe nur für geschlechtsverschiedene Personen vorgesehen. Seit dem 1. Oktober 2017 gibt es in der BRD nun aber ein Gesetz, das auch die gleichgeschlechtliche Ehe vorsieht – deshalb spricht man umgangssprachlich auch von der Ehe für alle.
Warum gibt es eine einheitliche Definition der Ehe?
Eine einheitliche Definition für die Ehe gibt es nicht, da das Verständnis eines solchen Zusammenlebens stark von den persönlichen und religiösen Merkmalen des Kulturkreises geprägt ist. Im deutschsprachigen Kulturraum war die Trauung Sache der religiösen Institutionen, erst im 19.
Wie bestimmt sich die Namensführung in der Ehe?
Ihre Namensführung in der Ehe bestimmt sich dann nach den Vorschriften des Heimatrechts des ausländischen Ehegatten, sodass ein Doppelname ohne Bindestrich (oder jede andere Kombination) möglich ist, wenn das ausländische Recht diesen erlaubt.
Wie kann eine Eheschließung aufgehoben werden?
Durch eine Klage ist die Ehe anfechtbar und kann aufgehoben werden. Die Eheschließung wird in Deutschland durch einen Standesbeamten vollzogen. Beide Ehepartner müssen während der Heirat persönlich anwesend sein und eine Erklärung abgeben, dass sie die Ehe eingehen wollen.
Ist der Ehemann einer geisteskranken Frau verantwortlich?
Daraus ergibt sich endlich, daß der Ehemann einer geistes-kranken Frau die nötigen Vorsichtsmaßregeln anwendenmuß, um das Publikum zu sichern, und daß er dafür nach § 832 verantwortlich ist 1 ). Daher kann auch der Ehemann seiner Frau den Betrieb eines Geschäfts insofern verbieten, als es die eheliche Wohnung mit in Anspruch nimmt.
Kann der Ehegatte die Betreuung des kranken Kindes übernehmen?
Sofern ein Arzt mittels Attest bescheinigt, dass lediglich der Ehegatte die Betreuung des ebenfalls kranken Kindes übernehmen kann, darf dieser auf eine Freistellung hoffen.
Was baut der Gesetzgeber auf?
Der Gesetzgeber baut also vor allem darauf, dass sich Verwandte, Freunde oder Bekannte finden, die in solchen Konstellationen die Kinderbetreuung übernehmen. In den meisten Fällen führt dies aber dazu, dass der kranke Elternteil letztendlich doch auch für die Kinder sorgt, anstatt das Bett zu hüten.
Ist der Gesetzgeber für verheiratete und eingetragene Lebenspartner wirksam?
Während der Gesetzgeber für Verheiratete und und eingetragene Lebenspartner viele verschiedene rechtliche Regelungen und Vorteilen bereitstellt, welche mit der Eingehung der Ehe oder der Lebenspartnerschaft automatisch kraft Gesetzes wirksam werden, müssen frei zusammenlebende Paare eine individuelle vertragliche Vorsorge treffen.
Wer ist der Ehemann und entsprechend die Ehefrau?
Der Ehemann (und entsprechend die Ehefrau) ist Geliebter – und zugleich Freund, Vertrauter, Lebensgefährte, Gesprächspartner, Spielgefährte, Freizeitgeselle, der wichtigste Sanktionsgeber, vielleicht auch Koch, Haushälter, Handwerker, Einkäufer, Wäscher, Putzmann, manchmal auch Krankenpfleger und im Regelfalle auch Vater und später Opa.
Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Sexualität?
Liebe und Sexualität gehören im Denken und Fühlen der meisten Menschen eng zusammen. Bei aller relativen Selbständigkeit der beiden Bereiche – man kann sexuelle Gefühle haben, ohne zu lieben, und man kann lieben, ohne sexuell erregt zu sein – hat für die meisten Menschen die Sexualität in der festen Liebesbeziehung ihren idealen Platz.
Wie ist die sexuelle Selbständigkeit in der festen Liebesbeziehung?
Bei aller relativen Selbständigkeit der beiden Bereiche – man kann sexuelle Gefühle haben, ohne zu lieben, und man kann lieben, ohne sexuell erregt zu sein – hat für die meisten Menschen die Sexualität in der festen Liebesbeziehung ihren idealen Platz. Sie gewinnt durch die Liebe ihre große menschliche Dimension, so wie zur Liebe Sexualität gehört.
Was heißt eine Eheschließung?
Eheschließung heißt nicht Schließung der Persönlichkeitsentwicklung, im Gegenteil: Die Jungvermählten haben den größten Teil ihres Lebens noch vor sich, und der Bestand ihrer Ehe, das familiäre Glück, wird gerade davon abhängen, wie sich die Ehepartner als Persönlichkeiten entwickeln, wie sie ihr Leben meistern, wie inhaltsreich ihr Alltag ist.