Was ist eine soziale Konstruktion der Unterschiede von Menschen?
Diversität als soziale Konstruktion. Diversität ist aus der Perspektive sozial-konstruktivistischer Theorien Resultat täglicher Handlungen, in denen Unterscheidungen zwischen Menschen immer wieder aufs Neue definiert werden. So ordnen wir uns selbst und andere tagtäglich etwa in Geschlechter- oder Alterskategorien ein.
Warum ist Geschlecht ein soziales Konstrukt?
Der fundamentalste Grundpfeiler ist die Natürlichkeit oder Naturgegebenheit von Geschlecht. Demgegenüber wird Geschlecht auch als soziale Kon- struktion verstanden und damit als ein fortlaufender sozialer Prozess, der in der Interaktion mit anderen und der Umwelt entsteht.
Was ist die Gendertheorie?
Diese Gendertheorie gründet auf Michel Foucaults Diskursbegriff und wurde vor allem durch Judith Butler Anfang der 1990er Jahre im deutschsprachigen Raum bekannt. Diskurse sind nach Foucault Systeme des Denkens und Sprechens. Sie bilden privilegierte Orte der sozialen Konstruktion von Gender.
Was ist eine Konstruktion Kunst?
Der Konstruktivismus ist eine Ausdrucksform der ungegenständlichen Kunst, die nicht von der Anschauung abstrahiert. Konstruktivistische Werke haben – anders als der Kubismus – keine menschlichen Figuren, Tiere, Landschaften oder Gegenstände zur Grundlage.
Was ist die rekonstruktive Sozialforschung?
Methodologisch stützt sich die rekonstruktive Sozialforschung insbesondere auf die von Alfred Schütz (1971) vorgenommene Definition von wissenschaftlichen Kategorien als „Konstruktionen zweiten Grades“, die eine Re-Konstruktion jener „Konstruktionen ersten Grades“ vornehmen, die im Sozialfeld von Handelnden gebildet werden.
Was ist die Re-Konstruktion der Konstruktionen?
Das Ziel ist somit die Re-Konstruktion der alltäglichen Konstruktionen zu beschreiben, die die soziale Welt formen und ihr Sinn geben. Daraus folgt, dass ein Fokus auf Alltagshandeln oder Sinngebungsprozesse der Akteure gesetzt wird, die anhand weniger Fälle in ihrer Komplexität erfasst werden sollen.
Was sind soziale Konstruktionen?
Als soziale Konstruktionen gestalten sich Diversitäten, verstanden als Differenzkategorien, je nach soziokulturellem Kontext unterschiedlich und unterliegen historischen Veränderungen. Doing Gender. Doing Difference. Un-doing Gender/Un-doing Difference. Verschränkung von Diversitäten (Intersektionalitäten)
Was ist die soziale Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen?
Die soziale Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen wird in der ethnomethodologischen Literatur als Doing Gender beschrieben (West/Zimmerman 1987). Dieser Begriff umfasst die tagtäglich ablaufenden Handlungen, in denen „Geschlecht“ von uns als soziale Unterscheidung hervorgebracht wird.