Was sind die Steuern beim Erben?
Wie beim Erben werden auch bei Schenkungen von Werten über einem bestimmten Freibetrag Steuern fällig. Bei Kindern sind das 400.000 Euro, bei Enkeln 200.000 Euro. Vererbung mit warmer Hand bietet sich an, um ein großes Erbe schrittweise zu übertragen oder einen Betrieb reibungslos und schon zu Lebzeiten zu übergeben.
Wie sollte man als Erbe die Rechtsnachfolge des verstorbenen vermeiden?
Wer als Erbe die Rechtsnachfolge des Verstorbenen antritt, muss sich zur Vermeidung von Nachteilen unverzüglich mit zahlreichen rechtlichen Fragen beschäftigen. Die wichtigsten und in der Praxis für einen Erben immer wieder auftauchenden Problemstellen sind nachfolgend zusammengefasst.
Wie bleibt die Eigentumsumschreibung im Grundbuch?
Gut zu wissen: Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch bleibt für die Erben kostenfrei, sofern sie diese innerhalb von zwei Jahren nach dem Erbfall vornehmen. Der Grundbucheintrag über das Eigentum erfolgt in der Form „A, B, C in Erbengemeinschaft“ – nicht in Form der einzelnen Erben mit ihrem jeweiligen Erbteil.
Kann die Erbengemeinschaft die Immobilie verkaufen?
Die Erben können die Immobilie verkaufen – entweder an Dritte oder an einen Miterben, der die anderen Erben dann entsprechend auszahlen muss. Die Erbengemeinschaft kann sich auch für die Vermietung an Dritte entscheiden oder einen der Miterben die Immobilie gegen entsprechendes Entgelt überlassen.
Welche erbberechtigten gelten als Erben?
Als Erbberechtigte gelten jene Personen, die im Testament oder Erbvertrag des Verstorbenen bedacht worden sind. Wurde kein Testament und kein Erbvertrag verfasst, so gilt die gesetzliche Erbfolge, bei der die jeweils engsten Verwandtschaftsgrade als Erben eingesetzt werden.
Wie geht die Erbschaft auf mehrere Erben über?
Geht die Erbschaft auf mehrere Erben über, so spricht man von Miterben. Diese bilden eine Erbengemeinschaft. Erbe kann allerdings nur derjenige werden, der dazu durch Gesetz oder etwa durch Testament oder Erbvertrag dazu bestimmt wurde und erbfähig ist (vgl. § 1923 BGB ).
Wie kann der Erbschein festgestellt werden?
Die Erben können vom Nachlassgericht festgestellt werden. Das Ergebnis der Feststellung ist der Erbschein, der dem Erben ausgehändigt wird. Dieser Erbschein ist wichtig für bestimmte Formalitäten im Todesfall, denn er erlaubt die Durchführung von Rechtsgeschäften, die den Nachlass betreffen.