Was steht in der Genfer Konvention?
Über 150 Jahre Genfer Abkommen. Am 22. August 1864 wurde das erste Genfer Abkommen verabschiedet – als erster völkerrechtlicher Vertrag, der den Schutz von Verwundeten, die Neutralität des Sanitätspersonals und das Rote Kreuz als Schutzzeichen zum Gegenstand hat.
Welche Länder sind in der Genfer Konvention?
August 1864 anlässlich einer diplomatischen Konferenz die erste Genfer Konvention beschlossen. Beteiligt waren zwölf europäische Staaten: Baden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Hessen, Italien, die Niederlande, Portugal, Preußen, die Schweiz, Spanien und Württemberg.
Was wurde im Genfer Abkommen im Jahre 1949 nach dem Zweiten Weltkrieg ergänzt?
Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll II) Im zweiten Zusatzprotokoll geht es um den Schutz der wichtigsten Menschenrechte in nicht internationalen bewaffneten Konflikten, das heisst in Bürgerkriegen.
Für wen gilt die Genfer Flüchtlingskonvention?
Die Genfer Flüchtlingskonvention gilt nun für Staaten, die sowohl die Konvention als auch das Protokoll ratifiziert haben, uneingeschränkt gegenüber allen Flüchtlingen, auch aus Staaten, die die Flüchtlingskonvention nicht ratifiziert haben.
Wie viele Länder haben die Genfer Konvention unterschrieben?
Insgesamt 149 Staaten sind bisher der Genfer Flüchtlingskonvention und/oder dem Protokoll von 1967 beigetreten. In Staaten, die weder die Konvention, noch das Protokoll unterzeichnet haben, ist der Schutz von Flüchtlingen nicht sicher gestellt.
Welche Flüchtlinge sind von der Genfer Flüchtlingskonvention ausgenommen?
Können Kriegsverbrecher*innen Flüchtlinge sein? Personen, die an Kriegsverbrechen und Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Rechts – einschließlich Terrorismus – beteiligt waren, sind ausdrücklich vom Flüchtlingsschutz ausgeschlossen.
Wer ist für Flüchtlinge verantwortlich?
Für den Schutz von Flüchtlingen sind in erster Linie die Regierungen der Aufnahmeländer verantwortlich. Die 149 Vertragsstaaten des Abkommens und/oder des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge sind verpflichtet, ihre Bestimmungen auszuführen.
Hat die Sowjetunion die Genfer Konvention unterschrieben?
Die Sowjetunion hatte nur eine der Genfer Konventionen von 1929 ratifiziert, nämlich die zur Behandlung von verwundeten Kriegsgefangenen, nicht die zur allgemeinen Behandlung von Kriegsgefangenen – Stalin wollte keine Kontrollen der Lager durch Dritte.
In welchen Fällen die Genfer Flüchtlingskonvention an ihre Grenzen stößt?
Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen …
Welche Kriegsverbrechen gab es?
Kriegsverbrechen
- vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung oder auf zivile Ziele (Wohngebäude, Schulen, Krankenhäuser.
- Verwundung oder Tötung von unbewaffneten Kämpfern / von Soldaten, die sich ergeben.
- Plünderungen in eroberten Gebieten.
- Einsatz von atomaren, chemischen oder biologischen Waffen.