Was tun bei Post-Polio-Syndrom?
Die Therapie des Postpolio-Syndroms ist rein symptomatisch. Eine ursächliche Therapie gibt es nach wie vor nicht. Betroffene sollten vermeiden, gelähmte oder geschwächte Muskeln übermäßig zu beanspruchen. Sie sollten auf regelmäßige Pausen achten, um Erschöpfungen zu vermeiden.
Was ist das Post-Polio-Syndrom?
Das Post-Polio-Syndrom (auch Myatrophia spinalis postmyelitica chronica oder postpoliomyelitische progressive spinale Muskelatrophie, kurz PPS) ist eine Folgeerscheinung einer Poliomyelitis-Erkrankung und tritt mehrere Jahrzehnte nach der Infektion auf.
Wie macht sich Polio bemerkbar?
Nichtparalytische Poliomyelitis oder aseptische Meningitis: Bei 1 bis 2% der Patienten kommt es nach 3 bis 7 Tagen zu hohem Fieber, Rückenschmerzen, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Nackensteifigkeit und Muskelkrämpfen. Die Symptome ähneln einer Hirnhautentzündung (Meningitis).
Wie lange ist die Inkubationszeit von Polio?
Eine Ansteckungsfähigkeit besteht solange das Virus ausgeschieden wird. Das Poliovirus ist in Rachensekreten frühestens 36 Stunden nach einer Infektion nachweisbar und kann dort bis zu einer Woche persistieren. Die Virusausscheidung im Stuhl beginnt nach 2-3 Tagen und kann bis zu 6 Wochen anhalten.
Kann man als Erwachsener Kinderlähmung bekommen?
Ja. Der Name „Kinderlähmung“ ist irreführend, denn auch Erwachsene können sich anstecken.
Wann ist Polio aufgetreten?
Etwa sechs bis neun Tage nach der Ansteckung mit dem Polio-Virus entwickeln die Patienten kurzzeitig unspezifische Symptome wie Übelkeit, Durchfall, Fieber, Magen-, Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen.
Wann war der erste Polio Fall?
Allein im Jahre 1952 erkrankten an die 10.000 Kinder in Deutschland an Poliomyelitis – der Kinderlähmung. Die letzte Infektionswelle war 1961 mit 4667 Erkrankungen. Dann wurde die Polio-Impfung zur Pflicht. Schlagartig sank die Zahl der Neuinfektionen im darauffolgenden Jahr auf nur 295.
Wie schnell wurde die Polio Impfung entwickelt?
Zwei grundlegend verschiedene Impfstoffe stehen zur Verfügung: seit 1955 eine von Jonas Salk entwickelte inaktivierte Polio-Vakzine, abgekürzt IPV, sowie seit 1960 eine von Albert Sabin entwickelte orale Polio-Vakzine, abgekürzt OPV.
War Kinderlähmung tödlich?
Befällt der Virus im Hirn auch das Atem- und Kreislaufzentrum, kann die Kinderlähmung in 20 bis 60% der Fälle tödlich verlaufen. Es gibt keine Medikamente zur Behandlung der Kinderlähmung. Dank der Impfung ist in der Schweiz seit 1982 kein Fall von Kinderlähmung mehr aufgetreten.
Wann war die Kinderlähmung Pandemie?
Die letzte schwere Poliomyelitis-Epidemie fand in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1961 statt.
Wann ist die Kinderlähmung ausgebrochen?
Erste Fälle von Kinderlähmung, Fachbegriff Poliomyelitis, gab es seit dem 19. Jahrhundert. Aber erst ab etwa 1930 kam es zu größeren Krankheitswellen. 1947 war ein weltweiter Höhepunkt erreicht.
Wie ist Kinderlähmung entstanden?
Wodurch entsteht Kinderlähmung? Die Infektion mit dem Poliovirus erfolgt als Tröpfcheninfektion oder fäkal-oral. Das bedeutet, die Erreger werden mit dem Stuhl ausgeschieden, gelangen in den Nahrungskreislauf und werden mit der Nahrung wieder aufgenommen.
War Kinderlähmung ansteckend?
Bei vielen Personen verläuft eine Ansteckung ohne Krankheitszeichen oder mit milden allgemeinen Symptomen wie Fieber, Schluckbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen und/oder Übelkeit und Erbrechen. Auch diese Personen sind jedoch ansteckend und tragen maßgeblich zur Weiterverbreitung des Virus bei.
Wo gibt es noch Kinderlähmung?
Kinderlähmung
- Es gibt aktuell nur mehr drei Polio-Endemieländer: Afghanistan, Pakistan und Nigeria.
- Als poliofrei gelten Australien, Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und viele Länder Asiens und Afrikas.
Wird Kinderlähmung durch Bakterien ausgelöst?
Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) ist eine Viruserkrankung, die durch Polio-Viren verursacht wird. Mediziner bezeichnen diese Erkrankung auch als Heine-Medin-Krankheit.
Welcher Virus verursacht Kinderlähmung?
Drei verschiedene Typen (Typ 1, 2 und 3) des hoch ansteckenden Poliovirus sind Überträger der Poliomyelitis. Zwischen den 3 Typen besteht keine Kreuzimmunität. Das Poliovirus ist klein, seine Erbsubstanz besteht aus Ribonukleinsäure (RNA-Virus).