Was versteht man unter antidumpingzoll?
Einfuhrzoll, der den im Importland eintretenden negativen Wirkungen von Dumping eines Exportlands begegnen soll. Der Antidumpingzoll verteuert den Import und soll somit die Einfuhr von Dumpingwaren vermindern. Nach dem internationalen Handelsrecht der WTO – vgl.
Warum antidumpingzoll?
Die EU erhebt auf die gedumpten oder unzulässigerweise subventionierten Produkte zusätzlich zum Regelzollsatz einen Antidumpingzoll bzw. einen Ausgleichszoll. Dadurch wird der ungerechtfertigte Preisvorteil im Vergleich zu Waren des Marktes der Union ausgeglichen.
Was ist ein ausgleichszoll?
Einfuhrzoll, als Abwehrmaßnahme im Importland, durch den die Einfuhr verteuert wird, deren Preis aufgrund staatlicher Exportsubventionen im Ausland verbilligt wird. Der Ausgleichszoll verteuert den Import und soll somit die Einfuhr von subventionierter Ware vermindern.
Was ist Dumping Wirtschaft?
Dumping ist der Verkauf von Waren oder Dienstleistungen zu Preisen unter den Herstellungskosten. Bietet ein Anbieter seine Waren oder Dienstleistungen unter den Herstellungs- oder Einstandskosten an, so spricht man von Dumpingpreisen. Eine Ware wird also – umgangssprachlich gesagt – „unter Preis“ verkauft.
Wann werden Antidumpingzölle erhoben?
Die Europäische Kommission hat am 1. September 2021 die Einführung eines Antidumpingzolls auf PSC-Drähte und -Litzen mit Ursprung in der Volksrepublik China beschlossen. Die Verordnung gilt seit dem 4. September 2021 und wird nun aufgrund der Ergebnisse langjähriger Untersuchungen und Überprüfungen endgültig.
Was ist der Schutzzoll?
Einfuhrzölle auf bestimmte Produkte. Durch diese handelspolitischen Maßnahmen, die die importierten Waren verteuern, sollen die inländischen Hersteller dieser Erzeugnisse vor der ausländischen Konkurrenz geschützt werden.
Wie wirken Dumping Zölle?
Wir sprechen von Dumping, wenn der Ausfuhrpreis aus dem Exportland unter dem Normalwert, sprich in der Regel dem Verkaufspreis im Herkunftsland, liegt. Das Welthandelsrecht lässt Anti-Dumping-Zölle zu, untersagt jedoch willkürliche Handelshemmnisse.
Wann wird Einfuhrumsatzsteuer erhoben?
Die Einfuhrsteuer – korrekter Einfuhrumsatzsteuer genannt – fällt bei der Einfuhr von Waren an, die aus Drittländern importiert werden. Hintergrund dieser Steuer ist, dass eine Ware im Ausland von der Umsatzsteuer entlastet ist, hier aber nicht ohne diese Mehrwertsteuer an den Endverbraucher gelangen soll.
Was sind Schutzzölle einfach erklärt?
Wirtschaft Lexikon: Schutzzölle Schutzzölle sind Abgaben, die Staaten bei der Einfuhr von Produkten aus anderen Ländern erheben. Durch sie sollen einheimische Wirtschaftszweige vor der ausländischen Konkurrenz geschützt werden, denn die Importwaren werden künstlich verteuert.
Wie rechtfertigte Bismarck die Schutzzollpolitik?
Am 12. Juli 1879 stimmte der Reichstag der Einführung eines Schutzzolls und der Erhöhung der Tabaksteuer zu. Mit Hilfe der Konservativen und der gerade noch bekämpften Zentrumspartei war es Bismarck gelungen, Schutzzölle auf Getreide, Holz, Eisen und Vieh zur Stützung der Inlandspreise durchzusetzen.
Was ist die Einleitung von Antidumping oder Antisubventionsmaßnahmen?
Die Einleitung von Antidumping- oder Antisubventionsmaßnahmen. Die EU leitet unter folgenden Voraussetzungen Antidumping- oder Antisubventionsmaßnahmen ein: die Wareneinfuhren in die Union sind gedumpt oder unzulässig subventioniert, es wird eine bedeutende Schädigung der Unionsindustrie festgestellt, zwischen dem Dumping bzw.
Wann tritt eine endgültige Antidumping-Maßnahme außer Kraft?
Eine endgültige Antidumping-Maßnahme tritt fünf Jahre nach ihrer Einführung beziehungsweise nach dem Datum des Abschlusses der letzten Überprüfung außer Kraft. Die Überprüfung bei Auslaufen der Maßnahme wird von der EU-Kommission von Amts wegen oder auf einen von den Gemeinschaftsherstellern gestellten Antrag hin eingeleitet.
Wie werden die Auswirkungen des Dumpings gemessen?
Die Auswirkungen des Dumpings werden an der Produktion der gleichartigen Ware des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft gemessen, wobei die kleinste die gleichartige Ware mit einschließende Warengruppe zu Grunde zu legen ist.
Was regelt die EU-Antidumping-Grundverordnung?
Sie regelt das Verfahren für die Durchführung von Antidumping-Untersuchungen und die Einführung, Berechnung und Erhebung von Antidumping-Zöllen. Das EU-Parlament hat am 15. November 2017 im sog. Trilogverfahren die Reform der Antidumping-Grundverordnung beschlossen ( Verordnung (EU) 2017/2321 ).