Was versteht man unter Kolloiden?
Bei einem Kolloid (von griechisch kolla „Leim“ und eidos „Form, Aussehen“) handelt es sich um ein System aus Clustern (Teilchen mit bis zu 50.000 Atomen) oder um kleine Festkörper (Teilchen mit > 50.000 Atomen), die innerhalb eines Mediums fein verteilt vorliegen.
Was versteht man unter einem Kolloid und welche Aufgaben hat es zu erledigen?
Als Kolloide (griechisch kólla = „Leim“) werden meist Teilchen oder Tröpfchen in einer Suspension bezeichnet, die klein genug sind (typischerweise 0,1–10 Mikrometer), um durch Stöße mit den Flüssigkeitsmolekülen Brownsche Bewegung zu zeigen.
Was versteht man unter einer kolloidalen Lösung?
Kolloidale Lösungen werden auch als Plasmaexpander oder Plasmaersatzmittel bezeichnet. Die in kolloidalen Lösungen enthaltenen Moleküle sind nicht in der Lage, das Gefäßsystem zu verlassen, sondern müssen im Körper erst metabolisiert werden.
Was sind Kolloide Teilchen?
Als Kolloide (von altgriechisch κόλλα kólla „Leim“ und εἶδος eidos „Form, Aussehen“) werden Teilchen oder Tröpfchen bezeichnet, die im Dispersionsmedium (Feststoff, Gas oder Flüssigkeit) fein verteilt sind. Die Größe der einzelnen Teilchen liegt typischerweise im Nanometer- oder Mikrometer-Bereich.
Wann werden kolloidale Lösungen eingesetzt?
Kolloidale Infusionslösungen sind in der Infusionstherapie eingesetzte Präparate, die eine Stabilisierung oder Zunahme des Volumens in den Blutgefäßen bewirken. Sie enthalten kolloidale Makromoleküle wie Kohlenhydrate (Hydroxyethylstärke, Dextrane) oder Proteine (Gelatine oder humanes Albumin).
Was sind Bodenkolloide und woran unterscheiden sie sich?
Bodenkolloide sind grob verteilte Bodenteilchen, welche überwiegend negativ geladen sind. Dadurch binden sie vorwiegend Kationen und nur wenige Anionen. In der Regel werden unter Bodenkolloiden Tonminerale verstanden. Bestände keine Bindung zwischen Ion und Bodenkolloid könnte das Ion ausgewaschen werden.
Was sind Kolloiddisperse Systeme?
Einen Stoff im kolloidalen Zustand bezeichnet man als Kolloid, seine Teilchen als Kolloidteilchen oder kolloidale Teilchen. Kolloidale Lösungen zeigen den Tyndall-Effekt. Ein System, in dem das Kolloid (disperse Phase) im Dispersionsmittel feinst verteilt ist, bezeichnet man als kolloiddisperses System.
Was ist unter Kristalloiden und kolloidalen Lösungen zu verstehen wann werden diese eingesetzt?
Ein Volumenersatz wird in erster Linie mit kristalloiden und kolloidalen Lösungen durchgeführt. Als kristalloide Lösungen bezeichnet man die reinen Elektrolytlösungen. Kolloidale Lösungen enthalten ein Makromolekül, das in der Blutbahn einen kolloid-osmotischen bzw. onkotischen Druck erzeugt.
Was versteht man unter Kristalloiden und kolloidalen Lösungen?
Kristalloide sind kostengünstige Salzlösungen (z.B. Kochsalzlösung) mit kleinen Molekülen, die sich problemlos bewegen können, wenn sie in den Körper injiziert werden. Kolloide können künstlich erzeugt werden (z.B. Stärke, Dextrane oder Gelatine) oder natürlich vorkommen (z.B. Albumin oder gefrorenes Frischplasma).
Was ist ein Dispersionsmittel?
Definition Dispersionsmittel Eine Dispersion ist ein heterogenes Gemisch aus mindestens zwei Stoffen, die sich nicht oder kaum ineinander lösen oder chemisch miteinander verbinden.