Was versteht man unter Plastizität von Verhaltensweisen?
Die Plastizität oder plastische Verformbarkeit (in Kunst und Kunsthandwerk auch Bildsamkeit) beschreibt die Fähigkeit von Feststoffen, sich unter einer Krafteinwirkung nach Überschreiten einer Elastizitätsgrenze irreversibel zu verformen (zu fließen) und diese Form nach der Einwirkung beizubehalten.
Wie erklären Sie sich die Plastizität des menschlichen Gehirns in der Kindheit?
Reifung, Seneszenz und Lernen beeinflussen einander im Laufe der Zeit und führen so zu einzigartigen Verläufen kognitiver Entwicklung über die menschliche Lebensspanne. Die Entwicklung während der Kindheit und Jugend ist durch weitreichende Veränderungen des Gehirns gekennzeichnet.
Was versteht man unter Plastizität des Gehirns?
Neuronale Plastizität oder Neuroplastizität bezeichnet die Eigenschaft des Gehirns, durch Training veränderbar zu sein. Neuroplastizität ist damit die Grundvoraussetzung für jede Form des Lernens. Durch Training verändern sich die Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn, indem sie stärker oder schwächer werden.
Was versteht man unter neuronale Plastizität?
Was ist die funktionelle Plastizität?
Dabei bezieht Plastizität verschiedene Stufen mit ein. Funktionelle Plastizität spielt sich auf der Ebene der Synapse, d.h. der Verbindungen zwischen Nervenzellen ab, wobei (lediglich) die Stärke der synaptischen Übertragung, d.h. die Menge des ausgeschütteten Botenstoffes oder die Rezeptordichte auf der Empfängerzelle, verändert wird.
Was ist eine intrinsische Plastizität?
Als intrinsische Plastizität bezeichnet man die Möglichkeit von Nervenzellen, die Sensibilitätsreaktion auf Signale benachbarter Neuronen abzustimmen. Die synaptische Plastizität betrifft die Verbindungen der Nervenzellen ( Synapsen) untereinander.
Wie lässt sich der Verlust der neuronalen Plastizität nachvollziehen?
Der Verlust der neuronalen Plastizität lässt sich besonders an den Patienten degenerativer Gehirnerkrankungen nachvollziehen. Bei diesen Hirnerkrankungen bauen sich die Nervenzellen des Gehirns Stück für Stück ab. Ein solcher Abbau geht zwingend mit dem Verlust der neuronalen Plastizität und damit auch dem Verlust der Lernfähigkeit einher.