Was zaehlt zu den Unterhaltsleistungen?

Was zählt zu den Unterhaltsleistungen?

1. Unterhaltsleistungen an bedürftige Angehörige: Aufwendungen für den Unterhalt sowie eine etwaige Berufsausbildung einer Person, für die kein Kinderfreibetrag gewährt wird, können bei der Einkommensteuer als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden (§ 33a I EStG).

Wann ist eine Person Unterstützungsbedürftig?

Eine Person ist erwerbsunfähig, wenn sie aufgrund von körperlichen oder geistigen Gebrechen oder wegen ihres Alters keiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Minderjährige Kinder, volljährige Kinder in Erstausbildung und Personen im Rentenalter gelten als erwerbsunfähig.

Wie werden Unterhaltsleistungen steuerlich berücksichtigt?

Grundsätzlich können Sie Ihre Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Maximal 9.408 Euro können so in der Steuererklärung 2020 steuerlich geltend gemacht werden. Für 2021 sind es dann höchstens 9.744 Euro.

Was zählt zu den alimenten?

Den sogenannten Naturalunterhalt leistet das betreuende Elternteil, bei dem das Kind wohnt. Laut Gesetz sind die Alimente für das Kindeswohl zu nutzen und zur Deckung der Kosten für Nahrung, Kleidung, Bildung, Wohnen, Urlaub, sowie Kultur- und Freizeitaktivitäten zu verwenden.

Was zählt zum Naturalunterhalt?

Der Naturalunterhalt wird nicht in Bargeld ausgezahlt, sondern in sogenannten Naturalleistungen. Diese Form des Unterhalts wird regelmäßig von Eltern gewährt, die mit ihrem Kind zusammenleben. Die Eltern stellen ihrem Kind statt Bargeldauszahlungen Unterkunft, Kleidung, Essen, Möbel, Spielzeug etc.

Wer ist eine bedürftige Person?

Der Unterhaltsberechtigte ist bedürftig, wenn er außerstande ist, sich selbst zu unterhalten (wegen Vermögenslosigkeit und fehlenden Einkommens) und seiner Erwerbspflicht nicht nachkommen kann (z.B. wegen seines Alters, Gesundheitszustandes oder seiner Berufsausbildung).

Ist Ehefrau unterhaltsberechtigte Person bei Pfändung?

Der (nicht getrennt lebende) Ehegatte zählt für die Feststellung des Freibetrags nach § 850c ZPO auch dann zu den unterhaltsberechtigten Angehörigen, wenn sie/er aus Arbeit oder Vermögen eigenes Einkommen hat.

Wann sind Unterhaltszahlungen steuerlich absetzbar?

Wer Unterhalt als außergewöhnliche Belastung abziehen will, kann 9 408 Euro für das Jahr 2020 geltend machen (für 2021: 9 744 Euro) – der Höchstbetrag entspricht dem Grundfreibetrag des jeweiligen Jahres. Den Höchstbetrag gibt es aber nur, wenn der Unterhalt von Januar an fließt. Nachzahlungen gehen nicht durch.

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