Wie lange muss in der Regel aufstockungsunterhalt gezahlt werden?
Mit Blick auf das bereits erwähnte Prinzip der Eigenverantwortung wird der Aufstockungsunterhalt meist nur für eine Übergangszeit gewährt und gemäß § 1578b BGB befristet, im Regelfall auf maximal drei Jahre. Länger wird der Aufstockungsanspruch nur in Ausnahmefällen zugesprochen, etwa bei einer sehr langen Ehe.
Wie lange Unterhalt nach 4 Jahren Ehe?
Im Gesetz fehlt eine Regelung, wie lange sich Geschiedene Unterhalt zahlen müssen und wann der nacheheliche Unterhalt endet. Ein lebenslanger Unterhaltsanspruch besteht grundsätzlich nicht. Nach der Scheidung können die Zahlungen zeitlich befristet, in der Höhe begrenzt werden oder ganz entfallen.
Was ist eine Ehe von langer Dauer?
Damit wird die Möglichkeit einer Herabsetzung und Befristung des nichtehelichen Unterhalts bei Ehen von langer Dauer erheblich erschwert. Allgemein gilt als „lange Ehedauer“ eine Ehezeit von mehr als 20 Jahren. Gerechnet wird der Zeitraum ab Eheschließung bis zur Zustellung des Scheidungsantrags.
Was bedeutet nacheheliche Solidarität?
Es existiert keine feste Definition, was nacheheliche Solidarität konkret bedeutet. Die nacheheliche Solidarität wird u. a. nach der Ehedauer, der in der Ehe praktizierten Rollenverteilung und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Abhängigkeiten bestimmt.
Warum muss ich nachehelichen Unterhalt zahlen?
Die Unterhaltszahlung gefährdet Ihren eigenen Lebensunterhalt. Sind Sie unterhaltspflichtig, brauchen Sie gemäß § 1581 BGB nur insoweit nachehelichen Unterhalt zu zahlen, als Sie nicht Ihren eigenen angemessenen Lebensunterhalt gefährden.
Wann verwirkt ehegattenunterhalt?
Ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt kann verwirkt sein, wenn der Unterhaltsberechtigte den Umgang des gemeinsamen Kindes mit dem Unterhaltspflichtigen massiv vereitelt; dabei muss es sich jedoch um ein schwerwiegendes, hartnäckiges und eindeutig beim Berechtigten liegendes Fehlverhalten handeln.
Wann ist der Unterhalt verwirkt?
Der Anspruch auf Kindesunterhalt ist verwirkt, wenn dem Kind ein sittliches Verschulden oder eine schwere Verfehlung vorzuwerfen ist oder infolge des Zeitablaufs und der Umstände im Einzelfall nicht mehr zu erwarten ist, dass der Anspruch überhaupt noch geltend gemacht wird.
Wie lange kann man nachehelichen Unterhalt fordern?
Das Gesetz gibt grundsätzlich keine festen Fristen dafür vor, wie lange nachehelicher Unterhalt zu zahlen ist. Hier entscheidet stets der jeweilige Einzelfall. Im Zweifel kann ein Anspruch sogar bis zum Tode des Unterhaltsberechtigten oder Unterhaltsschuldners fortbestehen.
Bis wann muss ich nachehelichen Unterhalt beantragen?
Antrag auf Unterhalt Solange das Scheidungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, kann der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt auch im Verbund mit der Scheidung geltend gemacht werden, wenn der Antrag spätestens zwei Wochen vor der mündlichen Verhandlung gestellt wird.
Kann man den Unterhalt verweigern?
Das Wichtigste. Sind Sie oder gelten Sie als rechtliche Eltern eines Kindes, sind Sie nach Maßgabe der Düsseldorfer Tabelle verpflichtet, Kindesunterhalt zu zahlen. Da das Kind auf Unterhalt für die Zukunft nicht verzichten kann, dürfen Sie den Kindesunterhalt trotz entsprechender Erklärung nicht verweigern.