Wie sieht ein Sprödbruch aus?
Die Oberfläche zeigt ein fächerartiges Muster, beginnend am Rissursprung nach außen verlaufend, mit tiefen Furchen und Graten. Das Chevronmuster, erkennbar mit bloßem Auge oder einer Lupe, ist immer ein Indiz für den Sprödbruch und lässt einen Stoß als Rissursache vermuten.
Welche bruchverhalten gibt es?
Makroskopische Betrachtung So lassen sich die Brüche grob in 3 Kategorien einteilen: Verformungslose Brüche. Verformungsarme Brüche. Verformungsreiche Brüche.
Was ist ein duktiler Bruch?
Der Verformungsbruch (auch „duktiler Bruch“) wird wegen seinem mikroskopischen Aussehen auch als Wabenbruch bezeichnet. Dieser Bruch tritt erst nach einer größeren plastischen Deformation auf. Eine starke Einschnürung im Bereich der Bruchzone ist für diesen Bruch charakteristisch.
Welche Bedingungen können bei Werkstoffen mit kubisch Raumzentriertem Gitter einen Sprödbruch begünstigen?
Vor allem kubisch-raumzentrierte (krz) Werkstoffe wie ferritische Stähle und hexagonale Gitterstrukturen (hex) zeigen dabei eine besonders starke Abhängigkeit der Zähigkeit von der Temperatur. Während bei hohen Temperaturen eine hohe Zähigkeit vorliegt, verhalten sich diese Werkstoffe bei tiefen Temperaturen spröde.
Was versteht man unter einem Dauerbruch?
Dauerbrüche gehören zu den am häufigsten beobachteten Brucharten. Sie entstehen an Maschinen oder Bauteilen, die einer schwingenden und wiederholten Beanspruchung unterliegen. Deshalb geht dem Dauerbruch immer eine schrittweise ansteigende Werkstoffschädigung voraus.
Was ist eine Scherlippe?
Die Scherlippen entstehen als plastische Deformation im Bereich des ebenen Spannungszustandes als Folge der freien Verformbarkeit an der Oberfläche des Bauteils. Die Größe ist abhängig vom Werkstoff aber auch von den Umgebungsbedingungen, wie Beanspruchungstemperatur und Verformungsgeschwindigkeit.
Welche Faktoren beeinflussen die Kerbschlagarbeit?
Die Zähigkeit ist abhängig von der Temperatur. Werkstoffe sind generell bei höheren Temperaturen zäher. Bei niedrigen Temperaturen werden sie dagegen generell unelastisch und brechen eher. Ein typischer Wert für Baustahl ist eine Kerbschlagarbeit von 27 J bei +20 °C.