Wo schlafen die Bauern?
Das kollektive Schlafen war bei allen Ständen zunächst gleich. In Nischen, die längs der Küche angeordnet waren, schliefen die Bauern jeweils zu mehreren in einem Bett.
Was sind Knechte und Mägde?
Zu einem (groß)bäuerlichen Haushalt gehörte außerdem das Gesinde, also Knechte und Mägde, die gegen Lohn, Kost, Unterkunft und teilweise auch Kleidung arbeiteten. Wenn Knechte und Mägde das Arbeitsverhältnis, das meist auf ein Jahr befristet war, unbegründet früher beendeten, verloren sie häufig ihren gesamten Lohn.
Was macht der Knecht auf der Burg?
Der Knecht ist morgens mit einer der Ersten, die in der Küche das Tagewerk vollrichten. Er sorgt dafür, dass das Feuer in der Küche nicht ausgeht und setzt seine Körperkräfte beim Holzhacken und Wasserholen ein. Hilft beim Auftragen und Abtragen der Tafel.
Wie war das Leben einer Magd?
Sie arbeiteten mit Ochsen und Pferden auf den Feldern, brachten Mist und Jauche aus, die Ernte und das Holz ein und halfen im Stall. Im Winter war Besenbinden und Korbflechten angesagt. Im Stall und beim Melken packten die Mägde mit an. Das Melken von Hand war schwer, den jungen Mägden taten die Arme weh.
Wie lebte eine Magd im Mittelalter?
Die weibliche Form vom Knecht war die Magd. Auch sie wurde für niedere Aufgaben im Haushalt eingesetzt. Jedoch bewältigte die Magd weniger körperliche Arbeiten, sondern half in der Küche und bei Haushaltsaufgaben. Der Verdienst für Knecht und Magd war sehr mager, dafür waren meist Kost und Logis frei.
Was waren Mägde?
Eine Magd ist ein weibliches Mitglied des Gesindes und das weibliche Gegenstück des Knechts. Im bäuerlichen Bereich wurde bei mehreren Mägden auf einem Hof zwischen der Großmagd und der Kleinmagd unterschieden.
Wer hatte welche Aufgabe auf der Burg?
In den oberen Geschossen wohnte der Burgherr mit seiner Familie. Im Erdgeschoss war häufig die Verwaltung und die Besatzung der Burg untergebracht. Den Palas umgibt ein Burghof, der wiederum von einer mächtigen Ringmauer umgrenzt wird.
Was war der Alltag der Bauern des Mittelalters?
Der Alltag der Bauern war vor allem bestimmt durch den jahreszeitlichen Zyklus. Im Frühjahr bestellten sie die Äcker, pflügten und säten aus. Sommer und Frühherbst waren durch Ernte- und Pflugarbeiten geprägt. Die Bauern des Mittelalters waren jedoch nicht nur Feldbauern, sondern auch Viehhalter.
Was mussten die Bauern im Mittelalter leisten?
Bauern im Mittelalter. Neben dem Frondienst mussten sie auch noch Abgaben leisten, den so genannten Zehnten (1/10 der Ernte), noch einen Zehnten erhielt die Kirche. Mit ihren Diensten und den erwirtschafteten Überschüssen mussten die Bauern ihre Familie und auch den Grundherrn und die Kirche unterstützen und ernähren.
Wann begann der Arbeitstag des Bauern?
Der Arbeitstag des Bauern begann bei Sonnenaufgang und endete erst mit dem Einbruch der Dunkelheit. Der Alltag der Bauern war vor allem bestimmt durch den jahreszeitlichen Zyklus. Im Frühjahr bestellten sie die Äcker, pflügten und säten aus. Sommer und Frühherbst waren durch Ernte- und Pflugarbeiten geprägt.
Was waren die Freizeitbeschäftigungen der Bauern?
Das Leben der Bauern war gekennzeichnet durch harte Arbeit und ständige Existenzangst. Zu den wenigen Freizeitbeschäftigungen dieser Gruppe zählte vor allem Musik und Glücksspiel in Form von Kartenspielen. Die Frondienste für die Grundherren mussten unabhängig vom Erfolg der Ernte geleistet werden.